Auch Beck und Brands scheitern

Wimbledon: Lisicki weiter, Barthel draußen

+
Sabine Lisicki

London - Sabine Lisicki ist bei ihrem Lieblings-Grand-Slam in die dritte Runde eingezogen. Mona Barthel ist hingegen ausgeschieden.

Erst „Express-Shopping“ in London, dann zum Royal Ascot und schließlich im Eiltempo in die dritte Runde ihres Lieblingsturniers: Sabine Lisicki ist rechtzeitig zum Rasen-Klassiker in Wimbledon in Top-Form. In nur 61 Minuten fertigte die 23 Jahre alte Berlinerin am Donnerstag die Russin Jelena Wesnina 6:3, 6:1 ab. „Ich habe es wirklich genossen auf dem Platz. Ich fühle mich hier einfach wohl und liebe dieses Turnier“, sagte Lisicki.

Ihre Zweitrunden-Gegnerin hatte zuletzt auf Gras stark aufgespielt und das Vorbereitungsturnier in Eastbourne gewonnen. In der Weltrangliste verbesserte sich die 26-Jährige auf Platz 22 - und steht damit sogar zwei Plätze vor der deutschen Fed-Cup-Spielerin.

Doch im ersten Match des Tages ließ Lisicki ihrer Kontrahentin von Beginn an keine Chance, diktierte das Geschehen auf Court 2 und nutzte ihren zweiten Matchball zum Sieg. Ob es ein Geheimnis dafür gebe, dass sie immer gerade rechtzeitig zum Tennis-Höhepunkt der Saison zu ihrem besten Spiel finde, wurde die Halbfinalistin von 2011 und zweimalige Viertelfinalistin nach der Demonstration gefragt.

„Eine gewisse Lockerheit“ habe sie sich verschrieben, sagte Lisicki und betonte: „Es ist eine feine Linie, auch außerhalb des Platzes entspannt zu sein.“ Deshalb habe sie in diesem Jahr auch erstmals die Einladung zum Pferderennen in Ascot in der Grafschaft Berkshire angenommen. „Dafür habe ich am Montag Express-Shopping gemacht und mir noch einen Hut gekauft“, berichtete die blendend aufgelegte Lisicki von ihren Aktivitäten in der Woche vor Wimbledon.

Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale trifft sie nun auf die an Nummer 14 gesetzte Australierin Samantha Stosur. „Kein einfaches Match, aber ich freu mich drauf. Ich werde da mit Selbstvertrauen reingehen“, sagte sie - auch wenn die Bilanz von 1:4 gegen sie spricht. Dass in der Runde der besten 16 Titelverteidigerin Serena Williams warten würde, weiß Lisicki. „Ich darf aber nicht zu weit nach vorne schauen“, sagte sie. Dabei sind es gerade die großen Matches gegen die ganz Großen der Branche, die Lisicki so sehr liebt.

Für Annika Beck, Mona Barthel und Daniel Brands dagegen sind die Auftritte auf der Tennis-Bühne an der Church Road für dieses Jahr beendet. Barthel verlor gegen die Amerikanerin Madison Keys 4:6, 2:6. Beck musste sich der Tschechin Klara Zakopalova 6:7 (5:7), 3:6 geschlagen geben. Brands unterlag dem Tschechen Tomas Berdych 6:7 (6:8), 4:6, 2:6.

Lisickis mögliche Achtelfinal-Gegnerin Williams hatte keine Mühe. Die 31 Jahre alte Amerikanerin setzte sich 6:3, 6:2 gegen Caroline Garcia aus Frankreich durch und spielt jetzt gegen die Japanerin Kimiko Date-Krumm. Die 42-Jährige gewann gegen Alexandra Cadantu aus Rumänien 6:4, 7:5 und ist die älteste Spielerin in der Geschichte des Profitennis seit 1968, die in Wimbledon die dritte Runde erreichte.

dpa

Bloß nichts Wabbeliges! Angelique Kerber von A bis Z

Bloß nichts Wabbeliges! Angelique Kerber von A bis Z

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare