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Wilhelm läuft aufs Podest - Männer enttäuschen erneut

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Kati Wilhelm. © dpa

Kontiolahti - “Rotkäppchen“ Kati Wilhelm hat ihre Abschiedstournee mit einem tollen dritten Platz eingeläutet, die Biathlon-Männer erlebten hingegen wie schon bei Olympia eine Enttäuschung.

Beim ersten Weltcup nach den Winterspielen in Kanada schaffte Wilhelm am Samstag im Sprint über 7,5 Kilometer im finnischen Kontiolahti den ersehnten Podestplatz und zeigte sich vier Tage nach ihrer Rücktritts-Ankündigung befreit. “Es ist doch schön, dass ich trotzdem so schöne Ergebnisse erziele“, sagte die 33- Jährige, die am Dienstag mit der Ankündigung überrascht hatte, ihre erfolgreiche Laufbahn nach diesem Weltcup-Winter beenden zu wollen.

“Die Entscheidung steht definitiv, daran ändern auch solche Ergebnisse nichts“, sagte die dreimalige Olympiasiegerin, die nur der Weißrussin Darja Domratschewa (21:17,5 Minuten) und der Russin Olga Saizewa den Vortritt lassen. Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner belegte nach zwei Fahrkarten im Stehend-Schießen zwar nur Rang fünf, baute ihren Vorsprung in der Gesamtwertung auf die Schwedin Helena Jonsson aber dennoch auf zehn Punkte aus. “Das Ergebnis ist zufriedenstellend. Ich habe im Stehend-Anschlag leider nicht in meinen Rhythmus gefunden“, sagte die 23-Jährige.

Da die Schwedin Jonsson, Neuners größte Konkurrentin im Kampf um das Gelbe Trikot, lediglich Rang neun belegte, machte die Wallgauern dennoch einen weiteren Schritt in Richtung ihres zweiten Gesamtweltcup-Sieges. “Ich finde, Gelb steht mir ganz gut. Natürlich schaut man jetzt immer ein bisschen, was Helena macht“, gestand Neuner. Mit Andrea Henkel auf Platz sechs, Tina Bachmann als Elfter und Simone Hauswald auf Rang zwölf landeten drei weitere DSV- Athletinnen unter den besten 15. Kathrin Hitzer wurde 21., Martina Beck belegte trotz einer fehlerfreien Schießleistung Platz 31.

Die deutschen Männer knüpften dagegen mit zwei Ausnahmen im Sprint über zehn Kilometer an ihre schwachen Leistungen von Olympia an. Lediglich Arnd Peiffer als Vierter und Simon Schempp als 15. erfüllten die Erwartungen, der Rest lief im finnischen Eisschrank der Musik wieder einmal hinterher. “Mir fehlt im Moment am Schießstand einfach das Selbstvertrauen. Im Training fallen die Scheiben reihenweise, im Wettkampf leider nicht“, sagte Andreas Birnbacher, der sich als 59. gerade noch für die Verfolgung an diesem Sonntag qualifizierte. Der dreimalige Olympiasieger Michael Greis ist im Jagdrennen nach vier Fahrkarten am Schießstand als 78. hingegen ebenso wenig dabei wie Vize-Weltmeister Christoph Stephan (79.).

Peiffer zeigte sich von den Strapazen der Winterspiele dagegen gut erholt. Lediglich 4,9 Sekunden fehlten dem 22-Jährigen bis zum Podest. “Ich hatte gehofft, dass es so gut läuft, erwartet hatte ich es nicht unbedingt“, sagte Peiffer, der sich nur im Liegendschießen einen Fehler leistete. Eine gute Leistung zeigte auch Schempp, der bereits am Freitag in der Mixed-Staffel überzeugt hatte. “Ich merke, dass es von Rennen zu Rennen besser wird“, sagte der 21-Jährige. Erik Lesser wurde 44., Alexander Wolf belegte Rang 52.

dpa

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