Nach Titelkämpfen in Gwangju

Wellbrocks Gold - und dann? Olympia-Chancen der Schwimmer

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Nach Gold im Freiwasser und im Becken ist Florian Wellbrock ein Kandidat auf Edelmetall in Tokio. Foto: Bernd Thissen

In Rio 2016 gewann Wasserspringer Patrick Hausding Bronze, in London 2012 Freiwasserschwimmer Thomas Lurz Silber. Die Beckenschwimmer gingen jeweils leer aus, Wasserballer und Synchronschwimmer waren nicht dabei. Für Tokio macht nicht nur Florian Wellbrock Hoffnung.

Gwangju (dpa) - Deutschland hat wieder einen Schwimm-Weltmeister. Florian Wellbrock feierte mit seinem Sieg über 1500 Meter Freistil das erste Beckengold seit 2015. Damals hatte Marco Koch in Kasan den Titel über 200 Meter Brust gewonnen.

Der Sieg von Wellbrock soll Schwung für die Olympischen Spiele in fast genau einem Jahr in Tokio bringen. Dann will der Deutsche Schwimm-Verband nach zwei Sommerspielen ohne Edelmetall im Becken unbedingt wieder bei einer Siegerehrung dabei sein.

"Ich habe jetzt gezeigt, dass ich auf großer Bühne schwimmen kann und dann machen wir nächstes Jahr das Beste draus", sagte Wellbrock. "Nächstes Jahr ist das ein neuer Wettkampf und dann muss man schauen."

BECKENSCHWIMMEN: Gold durch Florian Wellbrock, Silber durch Sarah Köhler sowie drei vierte Ränge und ein fünfter Platz machen Hoffnung, dass es in Tokio die erste Medaille im Becken seit 2008 geben könnte. Philip Heintz, Franziska Hentke und Marco Koch wollen es bei ihren möglicherweise letzten Spielen noch einmal wissen. Nullnummern wie 2012 und 2016 wollen Teamchef Bernd Berkhahn und seine Crew unbedingt verhindern.

OLYMPIA-PROGNOSE: Sehr gute Medaillenchancen, auch wenn die Zahl der Hoffnungsträger überschaubar ist. Wellbrock zählt zu den Goldfavoriten.

FREIWASSER: Nach dem erstklassigen WM-Auftritt mit fünf Medaillen und vier Olympia-Tickets ist mit den Freiwasserschwimmern auch in Tokio zu rechnen. Gold gewannen Wellbrock und die nicht-olympische Staffel. In den kleineren Teilnehmerfeldern bei Olympia haben alle vier Tokio-Starter die Chance auf Top-Platzierungen.

OLYMPIA-PROGNOSE: Sehr gute Medaillenchancen, Wellbrock zählt zu den Favoriten auf Gold.

WASSERSPRINGEN: Der zweimalige Olympiamedaillengewinner Patrick Hausding ist der große Trumpf der deutschen Wasserspringer für Olympia. In Gwangju musste er sich nach einer schwierigen Saison wiederholt knapp hinter den Podestplätzen einreihen. Erstmal steht für das umformierte Team jetzt die EM an, ein paar Olympia-Startplätze sollen im nächsten Jahr gesichert werden.

OLYMPIA-PROGNOSE: Vereinzelt Medaillenchancen, ein gesunder Hausding ist immer ein Kandidat für das Podest.

WASSERBALL: Die Rückkehr in die Top 8 der Welt bei der ersten WM-Teilnahme seit 2013 macht Hoffnung. Doch der Weg zu den ersten Spielen seit 2008 bleibt für die Auswahl von Bundestrainer Hagen Stamm schwierig.

OLYMPIA-PROGNOSE: Die Chance auf das Olympia-Ticket ist gut, aber ein Selbstläufer wird das nicht.

SYNCHRONSCHWIMMEN: Die Weltmeisterschaften waren für Marlene Bojer und Daniela Reinhardt eine wichtige Standortbestimmung. Das große Ziel ist die erste deutsche Olympia-Teilnahme im Synchronschwimmen seit 1992.

OLYMPIA-PROGNOSE: Allein das Olympia-Ticket zu lösen, ist eine große Herausforderung. Die beiden müssen sich dafür steigern.

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