Von Sieg zu Sieg: THW Kiel läuft der Konkurrenz davon

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Die Spieler des THW Kiel feiern den Sieg über Paris St. Germain. Foto: Axel Heimken

Kiel (dpa) - Der THW Kiel wird immer stärker. Nach einem holprigen Bundesliga-Start mit 4:4 Punkten und der Auftaktniederlage in der Champions League in Zagreb ist der deutsche Handball-Rekordmeister inzwischen dort angekommen, wo er sich am liebsten befindet: ganz oben in der Handball-Welt.

In der Champions League haben die Norddeutschen nach dem 33:29 (14:15) gegen den französischen Vizemeister Paris St.-Germain beste Aussichten auf den Sieg in der Vorrundengruppe A. Auch in den anderen Wettbewerben läuft es bestens: Im DHB-Pokal stehen die "Zebras" im Achtelfinale, in der Bundesliga liegen sie punktgleich mit Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen auf Platz zwei.

Paris St.-Germain, das vor einer Woche auch das Heimspiel mit 25:27 verloren hatte, muss nach dem Doppelschlag der Kieler auf einen Ausrutscher der Norddeutschen hoffen, wenn es noch an die Spitze kommen will. Warum die Partie in der Sparkassen-Arena verloren gegangen war, fand PSG-Superstar Mikkel Hansen schnell heraus: "Man gewinnt Spiele nicht in einer Halbzeit", sagte der Däne, der nach der Partie mit seinem Coach auf Französisch diskutierte, die Pressekonferenz auf Englisch absolvierte und sich danach mit THW-Trainer Alfred Gislason und dessen Spieler Joan Cañellas auf Spanisch unterhielt.

Vor der Pause hatten die Franzosen die Partie dominiert. Vor allem der ehemalige Kieler Keeper Thierry Omeyer hielt stark. "Wir haben in der zweiten Halbzeit aber viele technische Fehler erzwungen, die uns leichte Tempogegenstoß-Tore ermöglicht haben", sagte Gislason. "Titi" Omeyer hatte die Rückkehr in die Sparkassen-Arena trotz der Niederlage genossen: "Hier ist es immer ein Handballfest. Das Publikum war unglaublich", lobte der 38-jährige Franzose die Atmosphäre. Von 2006 bis 2013 war er ein wesentlicher Bestandteil der Kieler Erfolgsgeschichte.

Auf die Unterstützung der Anhängerschaft setzt auch Linksaußen Dominik Klein, der im Champions-League-Spiel gegen Zagreb "auf dieser Welle weiterschwimmen" will. Gegen die Kroaten wollen die Kieler die Hinspiel-Scharte auswetzen, doch Coach Gislason warnt: "Zagreb ist sehr schwierig zu spielen." Fehlen wird weiterhin der verletzte Kapitän Filip Jicha. Doch der Tscheche kündigte an, nach seiner Sprunggelenksoperation in drei Wochen wieder spielen zu wollen. Sein Ziel ist das Heimspiel gegen die TSV Hannover-Burgdorf am 14. Dezember.

In der Bundesliga setzte sich der SC Magdeburg souverän mit 36:28 (19:14) gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim durch. Auch neun Treffer des Routiniers Stephan Just verhinderten die Niederlage des Aufsteigers nicht. Der TBV Lemgo führte sieben Minuten vor Schluss noch mit vier Toren beim VfL Gummersbach (28:24). Mit fünf Treffern in Serie drehte der Altmeister die Partie aber noch zum 29:28 (17:15). Der Bergische HC schlug den TuS N-Lübbecke in einer spannenden Partie 28:27 (14:12).

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