Friedrichshafen zum 13. Mal Volleyball-Meister

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Das Team vom VfB Friedrichshafen feiert mit der Meisterschale. Foto: Felix Kästle

Stelian Moculescu hat's wieder geschafft. Der Trainer führte seinen VfB Friedrichshafen nach drei Jahren wieder zur Meisterschaft. Die Berlin Volleys als entthronter Champion sind tief enttäuscht.

Friedrichshafen (dpa) - Nach dem Gewinn der 13. Meisterschaft hüpfte sogar Trainer-Veteran Stelian Moculescu mit einer gelben Rose in der Hand vergnügt auf dem Podest herum. Sein VfB Friedrichshafen hatte kurz zuvor die Vorherrschaft der Berlin Volleys beendet und sich wieder zum deutschen Volleyball-Meister gekrönt.

Der Rekordchampion vom Bodensee bezwang die Hauptstädter am Sonntag im fünften Spiel der Best-of-five-Serie mit 3:1 (25:19, 18:25, 25:20, 26:24).

Die abgezockte Auswahl von Moculescu feierte vor 3804 Zuschauern in der ausverkauften heimischen Halle nach ihrem 13. Pokaltriumph das Double. Die Berliner dagegen erlitten nach zuletzt drei Meisterschaften in Serie gegen ihren Dauerrivalen einen schmerzhaften Dämpfer.

"Das war ein Finale auf ganz hohem Niveau. Das war wirklich überragend", sagte ein erleichterter Moculescu nach dem Coup. "Das ist natürlich enttäuschend. Wir habe lange auf dieses Finale hingearbeitet", bedauerte Trainer-Kontrahent Mark Lebedew, dessen in die Jahre gekommenem Team ein Umbruch bevorsteht.

"Es ist viel nervenaufreibender draußen zu sitzen, als zu spielen. Auf dem Parkett weißt du, was dein Job ist, an der Seitenlinie eher nicht", klagte vor dem Gipfeltreffen Berlins extrem wichtiger Diagonalangreifer Paul Carroll, der wie schon bei der 2:3-Heimniederlage am Donnerstag wegen einer Verletzung am Meniskus erneut nur zuschauen konnte.

Der Australier brauchte anfangs auch gute Nerven. Denn der Verein vom Bodensee spielte nach Belieben auf. Beinahe mit Leichtigkeit setzte sich Moculescus Mannschaft auf 18:13 ab und ließ die Gäste erst zum Ende des ersten Abschnitts ein wenig rankommen. Baptiste Geiler verwandelte schließlich den vierten VfB-Satzball.

Im zweiten Durchgang dominierten wiederum die energischen Berliner. Sie standen besser im Block und agierten druckvoller im Angriff. Der VfB hingegen fand vor seinen euphorischen Fans kein Gegenmittel. Eine 20:12-Führung ließen sich die Volleys nicht nehmen.

Die Friedrichshafener meldeten sich dann mit einer sichereren Annahme und einem stabileren Block zurück. Nationalspieler und Mittelblocker Max Günthör riss sein Team auf dem Parkett immer wieder mit, an der Seitenlinie feuerte der weiter am Fuß verletzte VfB-Kapitän Simon Tischer seine Kameraden an. Berlins Außenangreifer Robert Kromm dagegen zeigte nicht die ganz große Effektivität, seine Teamkollegen leisteten sich zu viele vermeidbare Fehler.

Im vierten Satz gingen die ausgeruhter wirkenden Friedrichshafener rasch mit 4:1 in Front. Der Dauerrivale von der Spree gab sich aber längst nicht geschlagen, glich zum 8:8 aus und ging sogar mit 15:13 in Führung. Es blieb weiter ganz eng. Bei einem wuchtigen Angriff von Adrian Gontariu beim zweiten Matchball waren die Volleys dann geschlagen.

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