Valentino Rossi: Ausfall wegen schwerer Verletzung

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Nach seinem schweren Sturz wird Valentino Rossi mit schmerzverzerrtem Gesicht von den Helfern geborgen.

Mugello - Nun hat es auch den Meister aller Klassen erwischt. Valentino Rossi verletzte sich vor seinem Heim-Rennen in Italien schwer und bangt um seine Titelverteidigung.

Rossi bremste sich beim Grand-Prix in Mugello mit einem Sturz selbst aus und musste erstmals in seiner Karriere wegen einer Verletzung auf einen Start in der Motorrad-Weltmeisterschaft verzichten. Und nicht nur das. Das Unternehmen Titelverteidigung des Italieners in der "Königsklasse" MotoGP ist angesichts des offenen Schienbeinbruches im rechten Bein stark gefährdet. Das Internetportal "autosport.com" spricht von sechs Wochen Pause. Damit wäre der Deutschland-Grand-Prix auf dem Sachsenring am 18. Juli ein möglicher Comeback-Termin.

Rossi ereilte sein Schicksal im freien Training am Samstag. In Kurve 13 flog der 31-Jährige per Highsider über seine Yamaha und landete unglücklich auf dem rechten Bein. Mögliche Ursache war eine unzureichende Reifentemperatur. Der spontane Griff ans Bein verhieß nichts Gutes. Der Weltmeister wurde sofort nach Florenz ins Orthopädische Trauma-Zentrum geflogen und dort noch am Nachmittag erfolgreich operiert.

"Die Operation brachte gute Ergebnisse; die Knochenstellung war gut und der Knochen ist jetzt stabil. Die Wunde bleibt offen, wie das in diesen Fällen üblich ist. Sie wird bei einem weiteren kurzen Eingriff in den nächsten Tagen zugenäht. Wir sind zuversichtlich, dass Valentino das Krankenhaus in einer Woche bis zehn Tagen verlassen kann. Mit Hilfe von Krücken sollte er sein Bein dann belasten können", sagte der behandelnde Arzt Roberto Buzzi laut dem Internetportal "motogp.com".

"Als Team sind wir momentan ernüchtert, denn wir hatten zwei Fahrer, die um die WM-Führung kämpften und jetzt ist dieser Kampf vorbei - zumindest für die nahe Zukunft. Wir wünschen "Vale" das Beste für eine schnelle Genesung und hoffen, ihn sobald wie möglich wieder bei uns zu haben", bemerkte Yamaha Motor Racing Managing Direktor Lin Jarvis bei "motogp.com". Somit muss nun der Spanier Jorge Lorenzo die Kastanien für Yamaha aus dem Feuer holen.

dpa

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