Weltjahresbestleistung

WM-Trials: Gay übertrumpft Bolt deutlich

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Sprint-Superstar Usain Bolt hängte die Konkurrenz über 100 Meter ab

Kingston - Sprint-Superstar Usain Bolt hat bei den jamaikanischen Meisterschaften den Titel über 100 Meter gewonnen. Damit schaffte er auch die Qualifikation für die Leichtathletik-WM in Moskau.

Beeindruckender Sieg für Tyson Gay im Fernduell der Top-Sprinter mit Usain Bolt: Der Ex-Weltmeister gewann bei den US-Meisterschaften die 100 m in Weltjahresbestleistung von 9,75 Sekunden und schickte damit ein klares Zeichen gen Jamaika, wo der sechsmalige Olympiasieger Bolt zumindest seine persönliche Jahresbestleistung auf 9,94 steigerte. Auch Justin Gatlin (9,89) war in Des Moines/Iowa wie schon im direkten Duell beim Diamond-League-Meeting in Rom schneller als Bolt und feuerte den Kampf um die Sprintkrone bei der Leichtathletik-WM in Moskau (10. bis 18. August) zusätzlich an.

Bolt, der sich bei den Jamaika-Meisterschaften in Kingston als Sieger mit Kemar Bailey-Cole (9,98) und Nickel Ashmeade (9,99) für die internationalen Titelkämpfe qualifizierte, blieb trotz Gays Spitzenzeit gelassen: „Wirklich darauf an kommt es erst bei den Weltmeisterschaften. Es ging darum, verletzungsfrei durchzukommen, und das habe ich geschafft.“

Gay, dem bereits im Halbfinale windunterstützte 9,75 Sekunden gelungen waren, haderte trotz des klaren Sieges vor Gatlin und Charles Silmon (9,98) mit seinem Lauf. „Ich wollte gut starten, gerade deshalb hat es vielleicht nicht geklappt“, sagte der dreifache Weltmeister von 2007, der zur Hälfte des Rennens den Turbo gezündet hatte: „Aber der Sieg fühlt sich gut an.“ Athen-Olympiasieger Gatlin gratulierte Gay zu einem „großartigen Lauf“.

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In Jamaika verpasste Ex-Weltrekordler Asafa Powell als Siebter in enttäuschenden 10,22 die WM-Qualifikation. 100-m-Weltmeister Yohan Blake hatte wegen einer Verletzung im rechten Oberschenkel seinen Start bei den Trails abgesagt, würde bei rechtzeitiger Genesung dank einer Wildcard in Moskau dennoch starten dürfen.

Auch die US-Sprinterinnen zeigten sich sieben Wochen vor Beginn der WM besser gerüstet als ihre jamaikanischen Konkurrentinnen. In Abwesenheit der verletzten Weltmeisterin Carmelita Jeter gewann English Gardner die 100 m in Weltjahresbestleistung von 10,85 Sekunden, die Barbara Pierre im Halbfinale ebenfalls gelungen waren. In Abwesenheit der wegen einer positiven Dopingprobe suspendierten dreimaligen Olympiasiegerin Veronika Campbell-Brown kam Siegerin Kerron Stewart in Kingston auf 10,96 Sekunden.

Von der Spitze der Jahresweltrangliste im Siebenkampf verdrängte Sharon Day (6550) die Neubrandenburgerin Julia Mächtig, der vor einer Woche in Ratingen mit 6430 Punkten die deutsche Saisonbestleistung sowie die persönliche Bestmarke erreicht hatte.

Weitere Titel in den USA gingen an Brad Walker (Stabhochsprung/5, 65 m), Alfred George Kruger (Hammerwurf/75,52 m), Lance Brooks (Diskuswurf/62,29 m). In Jamaika siegten zudem Leford Green (400 m Hürden/49,20 Sekunden) und Francine Simpson (Weitsprung/6,35 m).

SID

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