Stufennase & Fahrregeln: Das ist die Formel 2012

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Michael Schumacher (l.) und Sebastian Vettel

Melbourne - Safety first: Bei den Regeländerungen für die Formel-1-Saison 2012 hat der Automobil-Weltverband FIA den Fokus insbesondere auf die Sicherheit gelegt. Wir zeigen die Neuerungen:

Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl der Neuerungen im technischen und sportlichen Reglement diesmal recht gering.

Wir geben einen Überblick über die wichtigsten neuen Regeln für die Formel-1-Saison 2012:

FAHRZEUGNASE: Aus Sicherheitsgründen muss die Fahrzeugspitze in diesem Jahr tiefer liegen. Laut Regeltext darf „kein Bodywork-Teil, das mehr als 1950 mm vor dem Cockpit-Anfang liegt, höher als 550 mm über der Bezugsebene sein“. Bei einem Unfall, bei dem ein Auto ein anderes von der Seite trifft, soll dadurch das Verletzungsrisiko gesenkt werden. Die neue Vorschrift ist verantwortlich für die optisch auffälligste Veränderung, die Stufennase. Lediglich die Teams von McLaren und Marussia verzichteten auf den hässlichen „Nasenhöcker“.

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AUSPUFF/MOTORSTEUERUNG: Die Regeln über die Positionierung des Auspuffs sowie die Nutzung der Motorsteuerung und des Motordrehmoments wurden umfangreich angepasst. Der neue Regeltext umfasst 954 Wörter und ist damit mehr als zehnmal so lang wie der alte (89 Wörter). Die FIA hat die Position der Auspuff-Endrohre vorgegeben und damit die Nutzung der Abgasluft zur Verbesserung des Abtriebs stark eingeschränkt. Jeder Versuch, den Auspuff als aerodynamisches Hilfsmittel zu nutzen, ist untersagt. Der angeblasene Diffusor, im vergangenen Jahr ein Grund für Sebastian Vettels Dominanz, ist verboten.

CRASHTESTS: Das neue Regelwerk fordert, dass vor jeglichen Streckentests alle vorgeschriebenen Crashtests bestanden sein müssen. Bislang war dies nur vor dem ersten Rennen erforderlich gewesen. Darüber hinaus ist ab sofort ein zusätzlicher Belastungstest für die seitlichen Chassis-Teile gefordert. Um die Homologation der FIA zu erhalten, müssen 2012 insgesamt 18 Belastungs- und Crashtests bestanden werden. Marussia und Hispania hatten jeweils einen der 18 verpasst und durften bei den offiziellen Testfahrten nicht starten.

FAHR-REGELN: Ab der kommenden Saison dürfen die Fahrer die Strecke nicht mehr ohne triftigen Grund verlassen, um etwa mit dem Abkürzen von Schikanen Zeit und Benzin zu sparen. Gleichzeitig wurden Regeln für den Positionskampf aufgenommen. Demnach dürfen die Piloten nun „nicht mehr als einen Richtungswechsel zum Verteidigen ihrer Position“ ausführen.

RENNDAUER: Die Dauer eines Formel-1-Rennens ist künftig auf maximal vier Stunden begrenzt. Im Vorjahr war der Große Preis von Kanada in Montreal nach starken Regenfällen mit insgesamt 4:04:39, 537 Stunden als längster Grand Prix in die Geschichte eingegangen.

SAFETY-CAR-PHASE: Bei einer Rennunterbechung durch eine Safety-Car-Phase ist es überrundeten Fahrzeugen künftig erlaubt, sich wieder zurückzurunden. Somit wird vor dem Re-Start die Rennreihenfolge wiederhergestellt und die führenden Autos werden nicht mehr durch Nachzügler behindert.

TESTFAHRTEN: Für 2012 ist wieder ein zusätzlicher Test im Laufe der Saison erlaubt. Dieser findet vom 1. bis 3. Mai in Mugello (Italien) statt.

sid

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