Für Jackie Chamoun

Aus Solidarität: Libanesen machen sich nackig

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Jacky Chamoun

Aus Solidarität mit der Skirennfahrerin Jackie Chamoun haben sich in ihrer libanesischen Heimat Dutzende von Menschen halbnackt fotografieren lassen.

Ziel der Kampagne „I Am Not Naked - I Strip for Jackie“ ist es, die wegen alter Nacktfotos in die Kritik geratene Olympia-Teilnehmerin in Schutz zu nehmen. Jackie Chamoun will bei den Winterspielen in Sotschi am 21. Februar im Slalom antreten. Es sei beschämend, dass die Pin-Up-Fotos der 22-Jährigen mehr Aufmerksamkeit erhielten, als politische Attentate und die Gewalt gegen Frauen im Libanon, erklärte Mohammed Abdouni, einer der Initiatoren der Kampagne im sozialen Netzwerk Facebook.

Chamoun sagte der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag, die meisten Menschen daheim würden sie unterstützen und verteidigen. „Es ist passiert, ich muss damit klarkommen“, meinte die in Genf lebende Sportlerin. Vonseiten des libanesischen Alpin-Teams hieß es, es gebe kein Problem mit Chamoun. Sie solle wie geplant antreten.

Chamoun hatte sich entschuldigt, nachdem vergangene Woche nicht nur alte Kalenderfotos, sondern auch ein Video von der damaligen Fotosession aufgetaucht waren. Viele Libanesen empörten sich darüber. Sportminister Faisal Karami forderte das libanesische Olympische Komitee auf, den Vorfall zu untersuchen.

dpa

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