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Snowboard-WM: Gelassen, fokussiert und zuversichtlich ins Saisonhighlight

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Von: Tobias Ruf

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Snowboard: Stefan Baumeister hat große Ziele bei der WM in Rogla.
Snowboard: Stefan Baumeister hat große Ziele bei der WM in Rogla. © Snowboard Germany / picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gian Ehrenzeller

Snowboarder Stefan Baumeister vom SC Aising-Pang fiebert dem Saisonhighlight entgegen. Im slowenischen Rogla geht es um WM-Medaillen. Nach einem komplizierten Saisonverlauf will der 27-Jährige aus Feldkirchen-Westerham pünktlich zur WM zuschlagen.

Feldkirchen-Westerham – Mit großen Ambitionen war Stefan Baumeister in die alpine Snowboard-Saison gestartet. In der Vorsaison wurde er Zweiter im Gesamtweltcup, es war die erfolgreichste Saison seiner Karriere.

Dann aber blieben zu Saisonbeginn die erhofften Ergebnisse aus, Baumeister kam nicht in Schwung. „Ich hatte Probleme mit dem materiellen Setup. In der Vorbereitung hatten wir viel auf Neuschnee trainiert, die Weltcup-Pisten waren aber eher eisig“, konstatiert er im Gespräch mit chiemgau24.de die Anlaufschwierigkeiten.

Snowboard-WM: „Das kann mir durchaus in die Karten spielen“

Der 27-Jährige ergänzt: „Ich bin ein Fahrer, der sehr viel mit dem Setup spielt. Da geht es um Einstellungen bei der Bindung und den Schuhen. Andere sind da weniger sensibel, ich muss mich aber auf die entsprechenden Bedingungen immer genau einstellen können.“

Die weichen Bedingungen hat der Sportsoldat also trainiert, bei der alpinen Snowboard-WM in Rogla werden aufgrund der derzeit vorherrschenden Temperaturen eben jene Verhältnisse erwartet. „Das kann mir durchaus in die Karten spielen“, sagt Baumeister, dessen Formkurve seit dem Jahreswechsel zudem nach oben zeigt.

Den Hang in Rogla kennt er gut. „Ich bin dort in der Jugend oft gefahren. Auch wenn die Weltcup-Ergebnisse dort bisher nicht berauschend waren, meine Leistungen waren aber eigentlich nicht schlecht. Wie so oft waren es Nuancen, die den Unterschied ausgemacht haben.“

Dass er in Rogla noch nicht die ganz großen Ergebnisse einfahren konnte, sieht er für die WM eher als Vorteil an. „Das nimmt den Druck raus. Ich kann mich gefühlt dort nur steigern und gehe nicht mit den größten Erwartungen in die Rennen.“

Snowboarder Stefan Baumeister in Aktion.
Snowboarder Stefan Baumeister in Aktion. © Buchholz / FIS Snowboard

Bei der vergangenen WM in Park City gewann er zwei Bronzemedaillen. Für die Wettbewerbe in Rogla, die als Ersatz für den ursprünglich geplanten WM-Ort Zhangjiakou (China) dienen, hat er sich weiteres Edelmetall als Ziel gesetzt.

„Auch wenn ich in dieser Saison bisher noch nicht auf dem Podest stand, ist das nach der letzten WM mein Ziel. Die alpinen Skifahrer haben es in Cortina vorgemacht. Man kann einen ersten Podestplatz auch pünktlich zum Saisonhighlight einfahren“, sagt Baumeister mit einem zuversichtlichen Lachen.

„Das Leistungsniveau ist noch einmal höher geworden“

Die Konkurrenz hat es aber in sich. „Das Leistungsniveau ist noch einmal höher geworden. Keiner der Top-Leute hat aufgehört, außerdem sind einige junge Athleten nachgerückt“, erklärt Baumeister.

Zudem hat er innerhalb des deutschen Teams wenige Vergleichswerte auf Weltklasseniveau. Während das Damenteam mit Ramona Hofmeister, Selina Jörg und Cheyenne Loch drei Siegfahrerinnen in den eigenen Reihen hat, ist Baumeister bei den Herren der einzige Medaillenkandidat.

Einzelkämpfer mit Hoffnung auf interne Konkurrenz

„Das macht es sicher nicht einfacher. Man sieht beispielsweise im russischen Team, wie sich durch teaminterne Konkurrenz das eigene Leistungsniveau anhebt. Aber ich bin zuversichtlich, dass in den kommenden Jahren der eine oder andere junge Fahrer den Anschluss findet“.

Am 1. März steht der Parallel-Riesenslalom bei der WM in Rogla an. Einen Tag spät gibt es im Parallel-Slalom die zweite Medaillenchance bei dieser WM.

Quelle: chiemgau24.de

*chiemgau24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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