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Skispringen Termine 2018: Deutsche im Weltcup mit guten Chancen auf Podestplätze

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Bereit zum Höhenflug: Die Skisprung-Saison startet am Samstag im polnischen Wisla.

Im polnischen Wisla geht der Skisprung-Weltcup am Samstag in die 38. Saison. Wir verraten, warum in der Wettkampf-Serie im Skispringen Deutsche gute Chancen haben.

Willingen - Wenn sich am Wochenende wieder Dutzende Männer tollkühn die Schanzen herunterstürzen und Menschenmassen laut „Ziiiiiieh“ schreien, dann ist klar: Die Skisprung-Saison ist eröffnet.

Mit dem Teamspringen der Männer am Samstag im polnischen Wisla geht der Weltcup in die 38. Saison. Alles Wichtige rund um die bedeutendste Wettkampf-Serie im Skispringen, verraten wir in diesem Artikel von HNA.de*.

Skispringen 2018: Kamil Stoch ist Favorit

Titelverteidiger und zugleich heißester Aspirant auf den Gesamtsieg ist Kamil Stoch. Vergangene Saison gewann der Pole den Weltcup, überzeugte bei der Vierschanzentournee und holte olympisches Gold. Ebenfalls hoch gehandelt werden der Norweger Daniel André Tande und der Österreicher Stefan Kraft. In der Vorsaison belegte Kraft bereits den vierten Platz – seine Chancen auf die begehrte Kristallkugel stehen also nicht schlecht.

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Richard Freitag ist einer der deutschen Stars im Skispringen

Ambitionierte Wettbewerber finden sich auch unter den deutschen Springern. Einer von ihnen ist Richard Freitag. Der 27 Jahre alte Sportsoldat sicherte sich 2017/18 den zweiten Platz im Gesamtweltcup. Neben ihm gehen die Top-Athleten Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler und Severin Freund an den Start. Letzterer ist nach längerer Leidenszeit mit zwei Kreuzbandrissen zurück im Weltcup. Beim Saisonauftakt in Wisla wird der 30-Jährige noch nicht dabei sein – sein Comeback feiert er eine Woche später im finnischen Kuusamo.

Zum fünften Mal mischt auch der Willinger Stephan Leyhe mit, der im Februar überraschend in Pyeongchang Olympia-Luft schnupperte – und prompt Silber mit nach Hause brachte. Mittlerweile zählt der 26-jährige Nordhesse zu den besten Deutschen.

Noriaki Kasai - der Skisprung-Routinier

Die Presse taufte ihn den „ewigen Flugsaurier“: Auch in diesem Wettkampfjahr ist der Name des Japaners Noriaki Kasai im Teilnehmerfeld zu finden. Der 46-Jährige geht in seine 30. Weltcup-Saison. Und Kasai wäre nicht Kasai, wenn sich seine Gedanken nicht auch diesmal um einen Platz auf dem Siegertreppchen drehen würden. Dass dieser gnadenlose Ehrgeiz mit einer Trophäe belohnt wird, ist jedoch zu bezweifeln. Der Japaner nahm diesen Sommer nur bei nationalen Wettkämpfen teil, sein bestes Ergebnis war ein 15. Platz.

Der Skisprung-Weltcup in Willingen

Auch in dieser Region dürfen sich die Fans auf große Weiten freuen. Denn die nordhessische Gemeinde im Upland verwandelt sich am Wochenende vom 15. bis 17. Februar zum Mekka der Skisprungfans. Die Willinger Mühlenkopfschanze ist die größte Großschanze der Welt.

Vierschanzentournee als Saisonhöhepunkt

Keine Frage, der Besuchermagnet ist und bleibt die Vierschanzentournee. Vom 30. Dezember bis zum 6. Januar wird zuerst in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen, anschließend in den österreichischen Wintersport-Orten Innsbruck und Bischofshofen gesprungen.

Die Athleten fiebern noch einem weiteren Ereignis entgegen – der Nordischen Ski-WM. Nicht nur Skispringer, sondern auch Langläufer und Kombinierer treffen sich vom 20. Februar bis 3. März zum Kräftemessen im österreichischen Seefeld.

Seit der Saison 2016/17 können sich Skisprung-Enthusiasten auf einen weiteren außergewöhnlichen Wettkampf freuen: die Raw-Air-Serie in Norwegen. Vier Einzel- und zwei Teamspringen sieht diese Wettkampfserie für die Athleten vor. Die kämpfen nicht nur um die Ehre, sondern auch um ein durchaus beachtliches Preisgeld in Höhe von 60.000 Euro.

Raw Air Tour mit Mixed Teamspringen

Es ist ein „Meilenstein“, wie Olympiasiegerin Maren Lundby es nennt: Bei der Raw Air Tour durch Norwegen gehen Frauen und Männer erstmals gemeinsam an den Start. Sowieso werden Springerinnen und Springer in dieser Saison häufig parallel an Schauplätzen zu sehen sein. Vom 6. bis 8. Dezember wird es zum ersten Mal ein Mixed-Teamspringen auf einer Großschanze geben. Das Skispringen der Damen werde dadurch deutlich aufgewertet, heißt es von Walter Hofer, Renndirektor des Internationalen Skiverbands (FIS).

Skispringen im TV auf ARD, ZDF und Eurosport

Die Wettkämpfe in dieser Saison werden im Wechsel bei ARD und ZDF zu sehen sein. Am Wochenende sind die Reporter der ARD an der Reihe. Los geht es am Samstag um 15.45 Uhr, am Sonntag um 14.45 Uhr. Der Sender Eurosport berichtet bereits am Freitag ab 17.45 Uhr live aus Wisla.

Von Mona Linke, HNA*

*HNA.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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