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Schubert Dritter beim Weltcup-Auftakt, Schornberg im Halbfinale raus

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Olympiaqualifaktion Kanu-Slalom
Sebastian Schubert startete im Finale der Einer-Kajaks (K1). Archivfoto. © Archivfoto: picture alliance / dpa

[Update] Prag/Hamm - Starker Start für Sebastian Schubert, Enttäuschung bei Jasmin Schornberg – der Weltcupstart für die Slalom-Asse des Kanu-Rings Hamm in Prag hätte kaum unterschiedlicher ausfallen können.

Schubert hatte sich seinen besten Auftritt des gesamten Wochenendes für das Finale aufgehoben. Nach Platz neun in der Qualifikation und Rang acht im Halbfinale fuhr er am Samstag im Endlauf auf den dritten Platz. Schornberg dagegen leistete sich am Sonntag in ihrem Halbfinale nach einer guten Fahrt an Tor 17 den entscheidenden Fehler. Sie kassierte 50 Strafsekunden und verpasste so als 25. das Finale, das die Spanierin Maialen Chourraut vor der Britin Kimberley Woods und Ricarda Funk aus Bad Kreuznach für sich entschied.

Die Stimmung bei Sebastian Schubert war dagegen bestens: „Ich bin sehr glücklich, nach 2014 endlich wieder auf dem Podest zu stehen – und das hier in Prag gegen die starken Tschechen. Die Strecke war extrem schwer, aber ich bin ganz gut gefahren, deshalb bin ich jetzt sehr zufrieden“, freute sich der Heessener. Auch Chefcoach Michael Trummer war glücklich: „In der Höhle des Löwen eine Medaille in einem Rennen der Kajak-Männer, bei denen es immer verrückter wird – mehr Risiko geht nicht mehr.“

Schubert bester Deutscher

Im Endlauf hatte Schubert im Mittelteil kurzzeitig Schwierigkeiten, holte sich die verpassten Zehntel aber mit einem starken letzten Abschnitt zurück. „Die Strecke war sehr schwer. Es gab viele Ecken und Haker. An einer Stelle habe ich Zeit liegen gelassen, aber das haben die anderen auch. Gerade in Prag ist es sehr schwer, gegen die Tschechen zu bestehen“, so Schubert. Die Gastgeber feierten einen Doppelsieg durch Vit Prindis und Jiri Prskavec.

Schubert war der einzige Deutsche im Finale. Die Augsburger Hannes Aigner (13.) und Alexander Grimm (15.) sowie Fabian Schweikert aus Waldkirch (23.) waren bereits in der Vorschlussrunde ausgeschieden. Dieses Schicksal hätte auch fast Schubert ereilt. Er leistete sich an Tor 12, dem ersten von zwei Aufwärtstoren in Folge, eine Berührung und musste im weiteren Verlauf Risiko gehen und Gas geben. Seine Zeit von 91,51 Sekunden reichte für Platz acht und damit zum Einzug ins Finale. Viel langsamer hätte er nicht sein dürfen. 27 Hundertstel mehr auf der Uhr – und Schubert hätte zuschauen müssen.

Jetzt Starts in Augsburg und Leipzig

Mit Platz drei im schweren ersten Weltcup-Rennen und der Aussicht auf zwei Heimauftritte in Augsburg am kommenden und Markkleeberg am übernächsten Wochenende darf Schubert auf eine gute Platzierung im Gesamtweltcup hoffen, den er in den Jahren 2013 und 2014 für sich entschieden hatte – als erster Athlet zweimal in Folge. „Wir hatten erst ein Rennen. Bis zum Gesamtweltcup ist es noch weit“, sagte Schubert. „Allerdings ist es sicher kein Nachteil, dass wir in diesem Jahr zwei Heim-Weltcups haben. Nach dem guten Auftakt in Prag gehe ich optimistisch in die nächsten Rennen.“

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