Olympia-Reifeprüfung für deutsche Judoka 

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DÜSSELDORF - Einen Tag vor dem Auftakt des Judo-Grand-Prix in Düsseldorf hat die deutsche Hoffnung Miryam Roper ihre Teilnahme grippebedingt abgesagt. Für die heimischen Starter ist der Wettbewerb ein wichtiger Schritt in Richtung Olympia.

Verbandschef Frese sprach sogar von einer "Standortbestimmung". Für die deutschen Judoka beginnt beim hochklassigen Turnier die wichtige Qualifikationsphase für Olympia 2016 in Rio. Bis Sonntag gehen 24 Frauen und 22 Männer des Deutschen Judo-Bundes an den Start.

Der Grand Prix ist das wichtigste deutsche Turnier. "Hier geht's ans Eingemachte, eine Medaille zu gewinnen ist schwieriger als bei der WM", erklärte Frese. "Jetzt geht der Run auf die Olympia-Plätze los."

Die Athleten kämpfen um Punkte für Rio - in der Weltrangliste sind die besten 22 Männer und 14 Frauen für Olympia gesetzt. Unter anderem sind Laura Vargas-Koch (-70 kg), Vize-Weltmeisterin von 2013, und der Olympia-Dritte Dimitri Peters (-100 kg) mit guten Chancen am Start.

Die Olympia-Zweite Kerstin Thiele (-78 kg) gibt nach Verletzungspause ihr Comeback. "Gespannt bin ich auf Karl-Richard Frey", sagte DJB-Boss Frese. "Er ist nicht mehr der Jäger, sondern der Gejagte." Der Leverkusener hatte bei der WM 2014 als einziger Deutscher mit Bronze eine Einzelmedaille gewonnen. "Aber er ist ja ein cooler Hund", so Frese.

Für die WM-Dritte von 2013, Miryam Roper (-57 kg), hat es dagegen nicht gereicht. "Ich war die ganze Woche schon grippekrank. Ich habe bis zuletzt gehofft, dass es besser wird", schrieb die 32-Jährige bei Facebook. "Aber leider musste ich beim Training heute feststellen, dass ich noch zu schwach bin, um anzutreten."

644 Sportler aus 81 Nationen haben gemeldet, wie die Veranstalter bei der Auslosung der Turniergruppen bekanntgaben. Allein schon wegen der Größe des Teilnehmerfeldes sind Podestplätze schwerer zu erreichen als bei der WM oder bei Olympia - in Rio etwa darf pro Gewichtsklasse nur ein Vertreter pro Land antreten. - dpa

Quelle: wa.de

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