Schweizer startet am Dienstag in die Gerry Weber Open

Halle: Federer träumt vom zehnten Titel, Struff von der zweiten Runde

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In seine 311. Woche als Nummer eins der Welt startete Roger Federer (links) gestern bei den Gerry Weber Open in Halle mit einer Torte, die er von Veranstalter Ralf Weber überreicht bekam.

Halle - Er kam entspannt, locker und bestens gelaunt in HalleWestfalen an: Rekord-Champion Roger Federer ist gerüstet für die Mission Titelverteidigung bei den 26. Gerry Weber Open. Die sind für Jan-Lennard Struff aus Warstein indes schon wieder beendet: "Wie gehabt" verlor er direkt in Runde eins - diesmal gegen Roberto Bautista-Agut aus Spanien.

Das Motto "Ehre, wem Ehre gebührt" gehört beim Tennisturnier in Halle von jeher zum guten Ton. Nach Roger Federer ist hier beispielsweise bereits eine Straße benannt worden. 

2012 wurde im Beisein von Turnierdirektor Ralf Weber und Halles Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann die "Roger-Federer-Allee" eingeweiht, eine Würdigung, die man als Schweizer in Ostwestfalen erst einmal erreichen muss.

Torte mit der Aufschrift "311 Wochen No. 1"

Als der 36-Jährige am Montagmittag zu seiner nunmehr 16. Teilnahme in Halle anreiste, erwarteten ihn Turnierdirektor Ralf Weber und dessen Vater Gerry Weber mit einer kapitalen Torte mit der Aufschrift "311 Wochen No. 1". Federer lächelte beim Anschnitt recht glücklich.

Dazu muss man wissen, dass der Basler, der am Montag wieder seinen alten spanischen Kontrahenten Rafael Nadal als Führender der Weltrangliste ablöste, einen "Lebenszeitvertrag" mit den Gerry Weber Open abgeschlossen hat, der ihn bis zum Ende seiner aktiven Karriere an dieses Turnier bindet.

99. Erfolg auf der ATP-Tour im Visier

Doch Federer kommt nicht als kühler Geschäftsmann nach Ostwestfalen, er fühlt sich dort einfach wohl. Das zeigt auch seine einzigartige Erfolgsserie: Bereits neun Mal hat Federer das ATP-500-Turnier gewonnen, auch das selbstredend ein Rekord. 

Nun wird er versuchen, den Pokal zum zehnten Mal in die Höhe zu stemmen. Es wäre sein 99. Turnier-Erfolg auf der ATP-Tour. Gewänne er danach auch noch in Wimbledon, wäre es wohl das perfekte Jubiläum.

Alexander Zverev größter Konkurrent

"Es ist schon speziell für mich, in meinem Lieblingssport so dazustehen", sagt Federer, angesprochen auf seine teilweise unfassbaren Statistiken: "Das hatte ich als kleiner Bub niemals gedacht. Mein Ziel war es immer nur, so gut wie möglich zu werden."

Größter Konkurrent wird in Halle der deutsche Topspieler Alexander Zverev sein, der in den vergangenen beiden Jahren das Finale erreicht hatte, aber an Florian Meyer (2016) und eben Federer (2017) gescheitert war. Einsteigen ins Turnier wird Federer am Dienstag gegen Aljaz Bedene aus Slowenien.

Derweil bleibt das Gerry-Weber-Stadion ein vermaledeiter Ort für Jan-Lennard Struff. Der 28-Jährige, der 2013 erstmals hier angetreten war, schied zum sechsten Mal in Folge in der ersten Runde aus, dieses Mal gegen den an Position vier gesetzten Spanier Roberto Bautista-Agut.

Aus Halle am Mittwoch zum OLG nach Hamm

"Meine Gefühlswelt ist schlecht, weil es mein Heimturnier ist und ich hier noch nie ein Spiel gewonnen habe", meinte der aus Warstein stammende Struff nach seiner 4:6, 1:6-Niederlage. "Ich werde aber wiederkommen und es weiter versuchen", meinte Struff, für den am Mittwoch noch ein weiterer wichtiger Termin ansteht. 

Dann wird vor dem Oberlandesgericht Hamm die Berufung im Rechtsstreit mit seiner Ex-Trainerin Ute Strakerjahn aus Lippstadt verhandelt. In der erstinstanzlichen Verhandlung hatte es das Landgericht als erwiesen angesehen, dass Struff seiner ehemaligen Trainerin Vertragszahlungen in Höhe von rund 246.000 Euro schuldet und Auskunft über bestimmte Einnahmen des Jahres 2016 erteilen muss.

Jan-Lennard Struff scheitert in Halle in Runde eins an Spanier Bautista Agut

Strakerjahn hatte Struff von 2012 bis 2015 betreut. Beide Parteien streiten darüber, ob Struff seiner Ex-Trainerin weiteres Vertragsentgelt schuldet und in diesem Zusammenhang insbesondere über die Auslegung der Entgeltvereinbarung des schriftlichen Vertrages, in dem eine sogenannte Nachwirkungsklausel Strakerjahn weitere Zahlungen bis sechs Jahre nach Vertragsende zusichert. 

Das Landgericht Arnsberg (Az. 2 O 5/16 LG Arnsberg) hatte diese Nachwirkungsklausel für wirksam erklärt.

Quelle: wa.de

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