Topspiel am Samstag

Rekord in Regionalliga: 30.000 Zuschauer in Aachen

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AACHEN - Die Superlative für das Regionalliga-Spiel zwischen Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen - Erster gegen Zweiter - reißen im Vorfeld nicht ab. Absoluter Zuschauerrekord in Liga vier, Hochsicherheitsspiel, ab 14 Uhr live im Fernsehen.

Das Traditionsduell zwischen Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen ist beileibe kein normales Regionalliga-Spiel. Beide NRW-Clubs peilen den Aufstieg an. Tradition schießt zwar noch lange keine Tore, lockt aber das Fußball-Publikum an. 30.313 Zuschauer werden an diesem Samstag (14 Uhr) beim Spiel zwischen den beiden früheren Bundesligisten für einen Zuschauerekord für die fünfgleisige Regionalliga sorgen.

Zuschauerrekord eine großartige Sache

Bereits vor rund einem Monat meldete die Alemannia für den Westklassiker ein ausverkauftes Stadion. Damit wird die bisherige Regionalliga-Bestmarke von 24.795 Besuchern beim Spiel 1. FC Lok Leipzig gegen RB Leipzig (Saison 2012/13) deutlich übertroffen.

"Der Zuschauerrekord ist eine großartige Sache und unterstreicht den Stellenwert der Regionalliga. Auf viertklassiger Ebene sind viele Vereine mit einem erstklassigen Ruf vertreten", sagte Hermann Korfmacher, Präsident des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes (WFLV).

Essener Ultras: "Baut keinen Scheiß!"

Die Rekordbegegnung ist aber auch ein Hochsicherheitsspiel, bei dem die Alemannia dreimal so viele Ordner einsetzt wie gewöhnlich und auch Essen eigenes Personal mitbringt. Essener Ultras appellierten bereits an die RWE-Fans: "Baut kein Scheiß!"

Das Duell der beiden Traditionsclubs, die unter anderem schon 1953 das DFB-Pokal-Finale bestritten haben (2:1 für Essen) wird zudem live im WDR-Fernsehen übertragen. Für die beiden Rivalen geht es im direkten Vergleich um die Tabellenführung in der Weststaffel, beide Teams peilen den Aufstieg an. RWE ging als Spitzenreiter vor den punktgleichen Aachenern in die Winterpause.

Gegen die Essener wurde wegen eines Dopingvergehens ihres Spielers Cebio Soukou aber von der WFLV-Spruchkammer ein Abzug von einem Zähler verhängt. "Das Urteil ist am Samstag noch nicht rechtskräftig. Deshalb fahren wir als Spitzenreiter nach Aachen und wollen das auch bleiben", sagte RWE-Geschäftsführer Michael Welling. Gegen das Urteil kann RWE bis nächsten Montag Einspruch einlagen.

"Weltpokalsieger 3024"

Welling hat eine klare Vision. "Weltpokalsieger 3024" solle Rot-Weiss Essen werden. Und möglichst bald erst einmal dritte Kraft im Ruhrpott hinter Borussia Dortmund und Schalke 04. Deshalb auch hat der Vorsitzende via 11Freunde schon mal eine Warnung an den Rest der Fußball-Republik ausgesandt: "Mit Essen spielt man nicht." Aachens Geschäftsführer Alexander Mrontz (49) peilte ursprünglich einen Aufstieg bis 2018 an, schon jetzt ist er zum Greifen nah. Ein spannendes Duell ist vorprogrammiert. - dpa/sid

Quelle: wa.de

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