Pechstein: Einstweilige Verfügung gegen Sörgel

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Claudia Pechstein.

Berlin - Die wegen auffälliger Blutwerte für zwei Jahre gesperrte Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat eine Einstweilige Verfügung gegen den Anti-Doping-Experten Fritz Sörgel erwirkt.

 Genau ein Jahr nach der Verkündung der Sperre durch den Eislauf-Weltverband ISU sei Sörgel vom Landgericht Hamburg untersagt worden, mit einer Äußerung den Eindruck zu erwecken, sie hätte in ihrer sportlichen Karriere Dopingmittel eingenommen oder verbotene Methoden zur Leistungssteigerung angewandt. Dies teilte die 38- Jährige Berlinerin am Mittwoch auf ihrer Internetseite (www.claudia- pechstein.de) mit.

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Im Detail soll Sörgel im Bayerischen Rundfunk auf Pechstein bezogen gesagt haben: “Die Retikulozyten sind in erster Linie sozusagen Reporterzellen, die uns zeigen, hier ist am Blutbildungssystem manipuliert worden. Das steht fest. Aber was es war, das können wir im Moment nicht sagen.“

Der Nürnberger Pharmakologe Sörgel erklärte, man werde sich gegen diese Art der Darstellung wehren und kündigte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa eine Pressemitteilung mit weiteren Details an.

Das Urteil hat aber keinen Einfluss auf das Schweizer Bundesgericht, von dem sich Pechstein ein Urteil zur Wiederaufnahme ihres Doping-Verfahrens vor dem Internationalen Sportgerichtshofes CAS erhofft. Der CAS hatte im November 2009 ihre Sperre bestätigt. Das Schweizer Bundesgericht hat seine Entscheidung über eine mögliche Revision wegen Blut-Anomalie für Juli angekündigt. Die ISU hatte in seiner Stellungnahme gegen eine Wiederaufnahme des Verfahrens plädiert und geht trotz der Anomalie weiter von Blut-Doping bei Pechstein aus.

dpa

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