Olympia-Start in Sotschi

Snowboarder Kotsenburg holt erstes Gold

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Der Snowboarder Sage Kotsenburg gewann am Samstag in Krasnaja Poljana die erste Goldmedaille der Spiele am Schwarzen Meer.

Sotschi - Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi sind die ersten Medaillen vergeben worden. Deutsche Athleten waren erwartungsgemäß noch nicht erfolgreich. Die Organisatoren räumen einen schleppenden Ticketverkauf ein.

Einen Tag nach der feierlichen Eröffnung sind bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi die ersten Entscheidungen gefallen. Der Snowboarder Sage Kotsenburg gewann am Samstag in Krasnaja Poljana die erste Goldmedaille der Spiele am Schwarzen Meer. Der 20 Jahre alte US-Amerikaner setzte sich im Slopestyle mit einem starken ersten Lauf durch. Silber ging an den Norweger Staale Sandbech, Mitfavorit Mark McMorris aus Kanada wurde Dritter.

Erste Langlauf-Olympiasiegerin wurde die Norwegerin Marit Björgen. Die 33 Jahre alte Top-Favoritin war im Skiathlon über je 7,5 Kilometer in der klassischen und der freien Technik nicht zu schlagen und gewann ihr viertes Olympia-Gold. Silber holte die Schwedin Charlotte Kalla vor Heidi Weng aus Norwegen.

Beste deutsche Langläuferin war die Oberstdorferin Nicole Fessel auf einem guten 14. Platz. Die anderen drei deutschen Langläuferinnen hatten mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun. Katrin Zeller aus Oberstdorf belegte Rang 26, Stefanie Böhler aus Ibach kam auf Platz 35, Claudia Nystad wurde 43.

Ski-Star Bode Miller scheint indes für den ersten Höhepunkt der alpinen Wettbewerbe bestens gerüstet zu sein. Im Abschlusstraining zur olympischen Abfahrt am Sonntag untermauerte er seine Goldambitionen. Der US-Amerikaner fuhr am Samstag Bestzeit und distanzierte Aksel Lund Svindal aus Norwegen.

Bei den Damen war die Schweizerin Dominique Gisin im dritten Training die Schnellste. Maria Höfl-Riesch verzichtete wie viele Spitzenfahrerinnen auf die Übungsfahrt und legte stattdessen eine Slalom-Einheit ein.

Die Doppel-Olympiasiegerin hatte bei der Eröffnungsfeier am Abend zuvor als Fahnenträgerin die deutsche Mannschaft ins Olympiastadion geführt. Die internationalen Reaktionen auf die Zeremonie vor 40 000 Zuschauern im Fischt-Stadion fielen am Samstag gemischt aus. Staatspräsident Wladimir Putin hatte die ersten Winterspiele in Russland im Rahmen einer zweieinhalbstündigen Show eröffnet.

Die Organisatoren räumten am Samstag ein „Motivationsproblem“ beim Ticketverkauf ein. Die russischen Fans neigten dazu, nicht konstant Veranstaltungen zu besuchen, sondern eher am Anfang oder am Ende, teilte das Organisationskomitee mit. Zahlen zum Ticketverkauf wolle er lieber erst später bekanntgeben, sagte OK-Chef Dmitri Tschernyschenko. Zuletzt war von 80 Prozent verkaufter Eintrittskarten die Rede gewesen.

dpa

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