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Henkel nun doch nicht Fahnenträgerin

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Andrea Henkel will nun doch nicht Fahnenträgerin bei den Spielen in Sotschi sein

Sotschi - Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin Andrea Henkel wird bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele am Freitag in Sotschi nicht die deutsche Fahne tragen.

Das gab die 36 Jahre alte Thüringerin am Donnerstag auf ihrer Facebookseite bekannt.

„Da es einen immensen Zeitaufwand für mich bedeuten würde, von dem einen äußersten Punkt zu dem anderen am weitesten entfernten Punkt der Olympischen Spiele zu kommen, musste ich mich im Sinne der Wettkämpfe, für die ich vier Jahre trainiert habe, von der Wahl zurückziehen“, schrieb Henkel aus Großbreitenbach und verwies auf ihr üppiges sportliches Programm von sechs Rennen. Für die achtmalige Weltmeisterin sei es aber „eine große Ehre zu dem auserwählten Kreis zu gehören, die als Fahnenträger für die deutsche Mannschaft in Frage kommen“.

Damit gilt die Wahl von Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch als wahrscheinlich. Die Entscheidung, wer das deutsche Team am Freitag ins Olympiastadion Fischt führen darf, obliegt allein dem DOSB-Präsidium um Verbandschef Alfons Hörmann und wird am Donnerstag um 15.00 Uhr Ortszeit (12.00 Uhr MEZ) bekannt gegeben. Zum offiziellen Startschuss der 22. Winterspiele am Freitag werden 40 Staats- und Regierungschefs in Sotschi und weltweit rund drei Milliarden Fernsehzuschauer erwartet.

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein war bereits am Mittwoch aus dem Rennen praktisch ausgeschieden, nachdem DOSB-Generaldirektor Michael Vesper am Tag vor der Bekanntgabe das Anforderungsprofil für die prestigeträchtige Aufgabe konkretisiert hatte. „Ein Fahnenträger muss nicht nur erfolgreich sein, sondern er soll auch ein Vorbild für junge Menschen sein und den olympischen Geist in sich tragen. Die Mannschaft muss sich gerne hinter ihm versammeln“, sagte der Chef de Mission des deutschen Olympiateams auf einer Pressekonferenz.

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Zwar trägt Pechstein, die in Sotschi ihre sechsten Spiele bestreitet, wohl wie keine zweite den „olympischen Geist“ in sich, aber ob sich das komplette Team „gerne“ hinter ihr versammelt, ist fraglich. Und Vesper betonte: Der Fahnenträger repräsentiere die ganze Mannschaft und „damit auch Deutschland insgesamt“. Pechstein, die 2009 nur aufgrund eines indirekten Dopingnachweises für zwei Jahre gesperrt worden war, polarisiert noch immer. Daran hat auch ihr bemerkenswerter und unter dem Strich schon ziemlich erfolgreicher Kampf um die Wiederherstellung ihres guten Rufes nichts geändert.

SID

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