Olympia-Organisation gegen Kollektivstrafe für Russland

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Die Weltorganisation der Olympioniken (WOA) hat sich gegen eine Kollektivstrafe für die russischen Athleten ausgesprochen. Foto: Hannibal Hanschke

Monte Carlo (dpa) - Eine Kollektivstrafe für alle russischen Leichtathleten ist nach Ansicht der Weltorganisation der Olympioniken (WOA) unfair, weil sie auch die sauberen Sportler von internationalen Wettkämpfen verbannt.

"Wir glauben, dass der Ausschluss sauberer Athleten unfair ist", heißt es in einer WOA-Mitteilung. In diesem Fall würden der Sport und dessen viele Fans "ultimativ den Preis zahlen und die Gelegenheit verpassen, ihre sauberen Helden bei Wettkämpfen auf höchstem Niveau zu sehen", betonte WOA-Präsident Joel Bouzou.

Deshalb stellt sich die WOA vor jene Athleten, die bei Dopingkontrollen immer sauber waren und nun "aufgrund illegaler und unethischer Handlungen anderer" potenziell Wettkampfsperren befürchten müssten.

Wegen gravierender Dopingverstöße und eines gigantischen Betrugssystems war Russland am 13. November vom Council des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF suspendiert worden. Sportler der Gesamtrussischen Leichtathletik-Föderation (ARAF) dürfen bis auf Weiteres nicht mehr bei internationalen Veranstaltungen starten. Den Russen droht ein Olympia-Ausschluss für 2016 in Rio de Janeiro.

WOA-Mitteilung

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