Niederlage gegen San Antonio

Nowitzkis Mavericks scheitern in Playoffs

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Dirk Nowitzki und Samuel Dalembert (r.) nach der Niederlage gegen San Antonio.

San Antonio - Basketballstar Dirk Nowitzki hat mit seinen Dallas Mavericks eine Überraschung in der ersten Playoff-Runde der Profiliga NBA verpasst.

Dirk Nowitzki sah nachdenklich aus. Er sprach leise, die Abreibung hatte tiefe Spuren hinterlassen. „Es war eine gute Saison“, sagte der Superstar, doch die Worte passten nicht zu seinem Gesichtsausdruck. Nach dem 96:119 im entscheidenden siebten Play-off-Spiel bei den San Antonio Spurs um den Einzug ins Viertelfinale ist das NBA-Jahr für den deutschen Vorzeige-Basketballer schon wieder zu Ende.

Sicher, die Mavericks haben ihr ausgerufenes Ziel erreicht. „Wir wollten es in der hart umkämpften Western Conference in die Play-offs schaffen. Das ist uns gelungen“, sagte Nowitzki. Doch wie jeder Sportler, der ein Entscheidungsspiel mit seiner Mannschaft erzwungen hat, träumte auch der Würzburger vom Weiterkommen. Dass die Mavs ausgerechnet im letzten Duell ihre schlechteste Leistung zeigten, wurmte den Nationalspieler.

„Es stand 3:3. Es ging um ein Spiel“, sagte der zwölfmalige Allstar. Ein Erfolg wäre eine Überraschung gewesen, fast schon eine Sensation. Schließlich hatte San Antonio die Hauptrunde mit der besten Bilanz abgeschlossen und Dallas sich gerade noch für die Meisterrunde qualifiziert. „Normalerweise setzt sich in einer best-of-seven-Serie immer das bessere Team durch“, erklärte Nowitzki: „Sie waren heute großartig, einfach phänomenal. So sieht“s aus.„

Kein Experte hatte den Mavericks zugetraut, ein Spiel sieben erzwingen zu können. 0:4, vielleicht auch 1:4. Ein klares Scheitern war dem Meister von 2011 prognostiziert worden. Doch Dallas wehrte sich nach Kräften, auch nach großen Rückständen kam das Team regelmäßig zurück. Nur diesmal eben nicht.

`Sie haben uns bei jedem ihrer Heimspiele mit einem frühen Lauf weh getan. Sie lagen immer schnell acht, neun, zehn Punkte vorn, und dann kamen wir. Das ist heute nicht passiert“, sagte Nowitzki: „Wir konnten den Sturm nicht überstehen. Das Loch war einfach ein bisschen zu groß.“ Damit war ein 29-Punkte-Rückstand kurz vor Ende der ersten Hälfte gemeint.

Nowitzki machte als Mavericks-Topscorer 17 seiner 22 Punkte vor der Pause, danach kam nicht mehr viel. Wie in der gesamten Serie konnte der frühere MVP nicht überzeugen, nur acht von 21 Würfen aus dem Feld waren Treffer. Nowitzki ist längst nicht mehr unantastbar. „Dirk kann das Team nicht tragen“, kritisierte die Tageszeitung Dallas Morning News.

Genau das soll er aber tun - auch in Zukunft. Sein Vertrag läuft nach vier Jahren aus, ein neuer soll unterschrieben werden. Für zwei oder drei Jahre. Doch darüber will der Forward „erst später“ reden. Vorerst muss er sich damit beschäftigen, dass es früh in den Urlaub geht. Wenn auch nicht ganz so früh wie im Vorjahr, als es nicht mal für die Play-offs gereicht hatte.

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Rick Carlisle lobte Nowitzki trotz aller Schwächen in höchsten Tönen. „Ich kann gar nicht zum Ausdruck bringen, wie viel Respekt ich vor ihm habe“, sagte der Mavericks-Trainer. Der 54-Jährige setzt sich vehement für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ein. Das Gehalt könne unmöglich zu hoch sein. „Was wir ihm auch zahlen, es ist nicht genug“, sagte Carlisle. Nowitzki verdient in dieser Saison 22,7 Millionen Dollar (16,4 Millionen Euro).

Ein Sommer voller Fragezeichen wartet auf die Mavericks. Sieben Verträge enden, darunter auch die der Routiniers Vince Carter und Shawn Marion. Wieder wird sich das Gesicht des Teams stark verändern, wieder darf bezweifelt werden, dass Dallas durch Transfers entscheidend stärker wird. Nowitzki ist inzwischen mit weniger zufrieden. „Im Moment tut es weh. In ein paar Tagen werde ich wahrscheinlich stolz auf dieses Team sein.“

sid

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