A-Probe positiv

Nach Doping-Schock vor WM-Kampf: Manuel Charr mit harscher Kritik

+
WBA-Weltmeister im Schwergewicht Manuel Charr.

Box-Weltmeister Manuel Charr ist positiv auf Doping getestet worden. Der WM-Kampf gegen Fres Oquendo ist damit geplatzt. Charr selbst zeigt sich schockiert.

Update vom 21.09.2018 - 12.36 Uhr:

Boxweltmeister Manuel Charr kritisiert nach dem bekanntgewordenen Dopingverdacht gegen ihn sein Management. „Mein Manager Christian Jäger und mein Promoter Bernd Trendelkamp haben (...) den Kampf abgesagt, ohne mich vorher zu informieren oder mit mir Kontakt aufzunehmen“, schrieb Charr auf seiner Facebook-Seite. „Dieses Vorgehen enttäuscht mich sehr.“ Charr wollte am 29. September in Köln seinen WBA-Titel gegen den Puerto Ricaner Fres Oquendo verteidigen.

Der 33 Jahre alte Boxer verkündete, er habe sich erneut einer freiwilligen Dopingprobe unterzogen und rechne am Samstag mit den Ergebnissen. Zudem warte er gespannt auf das Ergebnis der B-Probe. „Ich war immer und bei allen Kämpfen clean und kann mir deshalb im Moment definitiv nicht erklären, wie dieses Ergebnis zustande kommt.“

Sollte auch die B-Probe positiv ausfallen, wird die WBA Charr den Schwergewichtstitel aberkennen und für vakant erklären. Der in Köln lebende Syrer muss mit eine Sperre von sechs bis zwölf Monaten rechnen. Bei einer Trainingskontrolle waren bei Charr zwei „auffällige Stoffe“ festgestellt worden, wie sein Management am Donnerstag mitteilte. Diese sollen nach Angaben des Bundes Deutscher Berufsboxer seit langem auf der Liste verbotener Substanzen stehen.

Manuel Charr unter Doping-Verdacht

Paukenschlag in der Box-Welt! Eigentlich wollte Boxer Manuel Charr am nächsten Samstag (29. September 2018) seinen WBA-Gürtel gegen den Amerikaner Fres Oquendo verteidigen, doch daraus wird nun nichts. Der Grund: Doping! Bei einer Kontrolle wurde Charr in der A-Probe positiv getestet, wie die Bild berichtet. Aus der Traum vom WM-Kampf. 

Manuel Charr: „Ich habe noch nie etwas genommen“ 

Der Doping-Sünder selbst versteht die Welt nicht mehr. Gegenüber Bild sagte er: „Ich komme gerade vom Training. Ich bin total geschockt. Ich habe noch nie etwas genommen.“ In der Nacht zum Donnerstag kam die Hiobsbotschaft. Die VADA (Voluntary Anti-Doping Association) hatte eine Urin-Probe aus dem Training vom 31. August positiv getestet. Bei den Doping-Mitteln handelt es sich wohl um die anabolen Steroide Epitrenbolon und Drostanolon. Doping-Experte Fritz Sörgel spricht von „absolutem Hardcore-Doping“. 

Der WM-Kampf in Köln und die von Charr angekündigte „Riesen-Show“ ist damit definitiv geplatzt, möglicherweise wird aber noch die B-Probe geöffnet. Sollte diese ebenfalls positiv ausfallen, droht Charr eine Sperre von einem halben bis zu einem Jahr. Den WBA-Titel hatte sich der 33-Jährige im letzten November durch einen Sieg gegen Alexander Ustinov gesichert. Dass er nun seinen Gürtel auf diese Weise abgeben muss, war sicherlich auch nicht geplant.

nc

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare