Eishockeystar

Sturm beendet Karriere: "Akku ist leer"

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Marco Sturm spielte letzte Saison für die Kölner Haie

Köln - Er bestritt so viele NHL-Spiele wie kein anderer deutscher Eishockeyspieler. Doch jetzt ist sein Akku leer. Marco Sturm hat einen endgültigen Schlussstrich unter seine Karriere als Profi gezogen.

Marco Sturm (35), der mit 1006 so viele Spiele wie kein anderer deutscher Kufencrack in der nordamerikanischen Profiliga NHL bestritt, nannte Motivationsprobleme als Grund für seinen Rücktritt. In der vergangenen Saison war der 54-malige Nationalspieler für die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aufgelaufen, nachdem er in der NHL keinen neuen Vertrag bekommen hatte.

„Mein Akku ist einfach leer“, sagte Sturm der Fachzeitschrift Eishockey-News: „Ich hätte nicht mehr die 100 Prozent, die nötig gewesen wären, geben können. Gerade auch vom Kopf her. Und darum konnte es letztlich nur diese eine Entscheidung geben. Trotz aller Wehmut ist auch eine gewisse Erleichterung dabei.“

Sturms Rücktritt kommt nicht überraschend, auch wenn es immer wieder Spekulationen über eine mögliche Rückkehr zu den Haien gegeben hatte, mit denen er im Play-off-Finale 2013 knapp an Meister Eisbären Berlin gescheitert war. „Dieses Mal bin ich eigentlich mit der gleichen Einstellung in den Sommer beziehungsweise Herbst gegangen und wollte schauen, ob dieses Verlangen nochmals kommt“, sagte Sturm: „Aber irgendwie hat es ganz einfach nicht mehr gekribbelt.“

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Der gebürtige Dingolfinger, der 1997 als 19-Jähriger nach Nordamerika ausgewandert war, lief in der NHL für die San Jose Sharks, Boston Bruins, Los Angeles Kings, Washington Capitals, Vancouver Canucks und Florida Panthers auf. Nach zwei Kreuzbandrissen hatte er in Nordamerika aber keinen neuen Verein mehr gefunden. Das letzte seiner insgesamt 54 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft hatte der viermalige Olympiateilnehmer bei den Winterspielen 2010 in Vancouver bestritten.

SID

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