Lara Gut triumphiert in Lake Louise

Höfl-Riesch beim Super-G ohne Chance

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Lara Gut war nicht zu schlagen.

Lake Louise - Maria Höfl-Riesch gewinnt beim Weltcup in Lake Louise beide Abfahrten und setzt ein Signal für Olympia. Auch im Super-G ist sie stark - bis ein Patzer kurz vor dem Ziel ihren Hattrick verhindert.

Ein kurzer Ausflug in den Tiefschnee beim Super-G vermasselte ihr den Hattrick - und verhagelte Maria Höfl-Riesch am Ende eines zuvor traumhaften Wochenendes in Lake Louise die Laune. Mit zwei Abfahrtssiegen am Freitag und Samstag, ihren Erfolgen Nummer 25 und 26 im Weltcup, hat die Doppel-Olympiasiegerin zwei Monate vor Sotschi ihre Ambitionen auf abermals goldene Winterspiele zwar eindrucksvoll unterstrichen. Doch dass sie das erste Weltcup-Triple ihrer langen Karriere wegen eines einzigen Fehlers verpasste, frustrierte sie doch.

„Das ist sehr ärgerlich“, schimpfte sie. Ein Trainer hatte sie informiert, dass sie am letzten Übergang vor der Einfahrt Zielhang „drauf“ gehen sollte. Sie lag bis zu dieser Stelle in Führung, kam wegen der offensichtlich falschen Information aber „zu spät. Ich bin drüber über die Welle und hatte überhaupt keine Chance mehr, an das Tor hinzukommen. Das ist wirklich sehr ärgerlich, weil bis Nummer 19 sollte der Trainer wirklich genug gesehen haben, dass er sagen kann, wie man das fahren muss.“ Ihr Doppelsieg in der Abfahrt von Freitag und Samstag, den sie selbst „unglaublich“ und „Wahnsinn“ genannt hatte, war in diesem Moment ganz weit weg.

Statt Höfl-Riesch holte sich Lara Gut den Sieg im Super-G, es war der vierte der Schweizerin in acht Saison-Rennen. Höfl-Riesch lag auf Platz 19 1,70 Sekunden zurück. Viktoria Rebensburg aus Kreuth überzeugte als Siebte, zwei Plätze davor fand Lindsey Vonn (USA) mit ihrem besten Ergebnis an ihrem Comeback-Wochenende zu alter Stärke zurück. „Ich bin sehr froh. Ich weiß jetzt, dass ich es noch kann“, sagte Vonn: „Das gibt mir viel Selbstvertrauen.“

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Bei Olympia peilt Vonn wie 2010 Gold in der Abfahrt an, doch ihre Freundin Höfl-Riesch will ihr da einen Strich durch die Rechnung machen. Am 12. Februar, einem Mittwoch, wird in Rosa Chutor in den Bergen hinter der Küstenstadt Sotschi der Abfahrtslauf gestartet. Höfl-Riesch hat in Vancouver schon Gold in der Kombination und im Slalom gewonnen. Und diesmal würde sie gerne ein weiteres gewinnen, „am liebsten in der Abfahrt“, wie sie in Lake Louise meinte. Es ist nun mal die Königsdisziplin, und vor allem das Wochenende in Kanada macht Höfl-Riesch Mut, dass der große Traum in Erfüllung gehen kann.

„Das Wichtigste bei einem großen Event ist, dass du an dich glaubst“, sagte sie nach dem zweiten Sieg auf der „Men“s Olympic Downhill„ bei arktischer Kälte von bis zu -36 Grad Celsius. Und der Glaube ist da. `Diese zwei Siege“, meinte Höfl-Riesch, „geben viel Selbstvertrauen.“ Es kommt hinzu, dass sie am 18. Februar 2012 die bislang einzige Weltcup-Abfahrt auf der Olympia-Piste gewonnen hat. Das Gelände liegt ihr - aber: „Jedes Rennen ist anders.“

In der Tat waren auch die beiden Abfahrtsrennen in Lake Louise mit Ausnahme der Siegerin „anders“. Am Freitag, sagte Höfl-Riesch, „lief es wie aus einem Guss“, da lag sie üppige 0,70 Sekunden vor Marianne Kaufmann-Abderhalden aus der Schweiz. Am Samstag, betonte Höfl-Riesch, „hatte ich schon ein bisschen Probleme“: Sie lag bei „Halbzeit“ des Rennens sogar zurück, musste kämpfen, fuhr dann die entscheidende Passage aber traumwandlerisch sicher und gewann mit 0, 34 Sekunden Vorsprung vor Tina Weirather aus Liechtenstein.

Vor dem Super-G am Sonntag betonte sie, schon ein Platz auf dem Podium wäre „ein Megaerfolg“, schließlich sei in dieser Disziplin „die Leistungsdichte so viel größer“. Dennoch hätte sie es beinahe geschafft - wenn da bloß diese Fehlinformation nicht gewesen wäre.

dpa

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