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Hertha nach Quarantäne vor Spagat - „Als Vorteil sehen“

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Pal Dardai
Hertha-Trainer Pal Dardai (r) war mit den ersten Trainingseinheiten nach der Quarantäne sehr zufrieden. © Tom Weller

Hertha startet in Mainz mit dem Quarantäne-Handicap in die letzte Saisonphase. Trainer Dardai will zu großen Druck vermeiden, auch wenn sein Team jetzt auf einem Abstiegsplatz steht.

Berlin (dpa) - Mit einigen Fragezeichen, aber mit viel Zuversicht geht Hertha BSC in die angestrebte Aufholjagd in der Fußball-Bundesliga. Spiel eins steht am Abend beim FSV Mainz an (18.00 Uhr/Sky).

„Die Jungs haben vorbildlich gearbeitet“, sagte Trainer Pal Dardai zu den Eindrücken in den ersten gemeinsamen Übungseinheiten nach der zweiwöchigen häuslichen Quarantäne. „Ich bin sehr zufrieden mit den ersten zwei Tagen, das sah ordentlich aus“, betonte der Ungar.

DIE SITUATION: Die abstiegsbedrohte Hertha soll die Restsaison ohne Hektik und größeren Druck angehen, erklärte Dardai: „Wir müssen während des Spiels schlau sein und mit klarem Kopf agieren.“ In der 14-tägigen Isolation ist Hertha auf Abstiegsrang 17 abgerutscht. In 20 Tagen stehen für den Berliner Fußball-Erstligisten nun sechs Spiele an. „Wir können es als Vorteil sehen. Wir wissen, wie die anderen gespielt haben, was wir zu tun haben“, sagte Abwehrspieler Lukas Klünter. „Noch haben wir alles in eigener Hand“, betonte Dardai.

DIE ZIELE: Hertha muss einen Spagat meistern. Alle müssten nun bei den zuletzt mit fünf Siegen und zwei Remis überzeugenden Mainzern aufpassen, „nicht zu überdrehen“, betonte Dardai. „Wir dürfen nicht sagen: Wenn wir in Mainz nicht gewinnen, dann... Es ist egal, wo wir die Punkte holen.“ Vier Zähler aus den drei Nachholpartien hat Dardai als Zwischenziel ausgegeben. Erst wenn sein Team diese vier Zähler nicht verbuchen könnte, würde der Trainer anfangen, „innerlich negativ zu werden“. Der 45-Jährige verwies zudem auf die positive Miniserie von drei Spielen ohne Niederlage vor der Quarantäne.

DIE GEFAHREN: Erst am Freitag durften die Spieler auf dem Rasen wieder gemeinsam trainieren. Nach dem Auftritt in Mainz muss Hertha schon am Donnerstag gegen den SC Freiburg antreten, drei Tage danach empfängt das Team Arminia Bielefeld. Lange Zeit konnten die Profis nur individuell in ihren vier Wänden trainieren, die Verletzungsgefahr steigt nun mit der schnellen Neu-Belastung. Allerdings könnte Hertha auch überraschen. „Wir kommen aus zwei Wochen Quarantäne, wir sind für Mainz auch eine große Unbekannte“, erklärte Sportdirektor Arne Friedrich. „Natürlich ist es ein wichtiges Spiel, aber kein Endspiel“, betonte Dardai. Vier Punkte trennen die Berliner zu einem Nicht-Abstiegsplatz.

PERSONAL: Angreifer Dodi Lukebakio und Abwehrspieler Marvin Plattenhardt waren wie Dardai selbst und dessen Assistent Admir Hamzagic an Covid-19 erkrankt. Besonders schlimm hatte es Torhüter Rune Jarstein erwischt, der sogar ins Krankenhaus musste und in dieser Saison nicht mehr eingesetzt werden kann. Lukebakio und Plattenhardt starten in dieser Woche erst ihr individuelles Aufbauprogramm, auch sie können erst einmal nicht spielen. Dafür ist Kapitän Dedryck Boyata nach einer überstandenen Muskelverletzung wieder im Kader, für die erste Elf reicht es aber noch nicht.

© dpa-infocom, dpa:210502-99-440904/3

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