Basketball-EM

Griechen wahren Chance - Spanien verliert

+
Der Grieche Georgios Printezis (Mitte) und die Spanier Sergio Llull (l.) und Victor Claver

Ljubljana - Mitfavorit Griechenland hat bei der Basketball- EM seine Chance auf das Viertelfinale gewahrt und Spanien in Nöte gebracht.

Nach dem ersten Zwischenrunden-Spieltag bei der Basketball-EM ist in der Gruppe F noch nichts entschieden. Gastgeber Slowenien, Italien und Kroatien haben die besten Karten für den Viertelfinal-Einzug, Titelverteidiger Spanien, Griechenland und Finnland müssen zittern.

Die Griechen gewannen gegen den Titelverteidiger am Donnerstag in Ljubljana eine intensive wie hochklassige Partie mit 79:75 (41:38) und haben in der Zwischenrunde ebenso wie Spanien nun einen Sieg und zwei Niederlagen auf dem Konto.

Gastgeber Slowenien steht nach dem 84:77 (45:39) gegen das zuvor ungeschlagene Italien wie Kroatien, das 88:63 (39:20) gegen Finnland gewann, schon bei zwei Erfolgen und einer Niederlage. Das finnische Team des früheren Bundestrainers Henrik Dettmann muss mit bislang nur einem aus der Vorrunde mitgenommenen Sieg um den Einzug in das Viertelfinale bangen. Die besten vier von sechs Teams der Zwischenrunden-Gruppe F schaffen den Sprung in die nächste Runde.

In ihrem ersten Zwischenrunden-Spiel hatten die Griechen in Vassilis Spanoulis (20 Punkte) ihren überragenden Akteur, zudem bewies Michail Bramos in der Schlussphase Nervenstärke. „Wir gehen immer noch in der Hölle, und wir müssen einfach immer weitergehen“, sagte der griechische Coach Andrea Trinchieri nach dem ersten Pflichtspielsieg über Spanien seit zehn Jahren. „Jedes Spiel in dieser Gruppe ist ein Krieg, jedes Spiel ist sehr, sehr eng.“ Rudy Fernandez und NBA-Center Marc Gasol hielten die am Ende enttäuschenden Iberer mit je 20 Zählern lange Zeit in der Partie.

Zuvor hatten Dettmanns Finnen eine Lehrstunde von Kroatien erhalten, nach dem Turnier-Aus von Routinier Hanno Möttölä (Kreuzbandriss) konnten sie von Beginn an nicht an ihre vorherigen begeisternden Leistungen anknüpfen. Spätestens nach einem 1:19-Lauf lag das EM-Überraschungsteam im zweiten Viertel aussichtslos zurück und ließ sich vor allem beim Rebound dominieren.

„Sie haben uns alle Stärken weggenommen. Wir haben nie zu unserem Spiel gefunden, aber das war nicht unser Fehler, sondern die Stärke der Kroaten“, sagte Dettmann. Bester Werfer seiner Auswahl war Shawn Huff mit zehn Punkten. Bei den Kroaten überzeugte Damjan Rudez mit 17 Zählern.

Am späten Abend feierten die frenetischen slowenischen Fans in der Stozice Arena einen immens wichtigen Erfolg ihrer Mannschaft. Die Brüder Goran (20 Punkte) und Zoran Dragic (15) sowie der frühere Bamberger Bostjan Nachbar (13) führten das Team zum Sieg über Italien, das als letzte Auswahl im Turnier eine Niederlage kassierte.

dpa

Die größten Sensationen der Sportgeschichte

Die größten Sensationen der Sportgeschichte

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare