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Gina Lückenkemper im Interview: „Ich habe einige Fortschritte gemacht“

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Von: Frank Zöllner

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Tokio 2020 - Leichtathletik
Gina Lückenkemper (links) © Laurent Gillieron

Bei 20 Grad im Schatten bereitet sich Gina Lückenkemper auf ihr Comeback unter dem Hallendach vor. Die 25-jährige Sprinterin will im Februar nach rund drei Jahren erstmals wieder einen Hallenwettkampf absolvieren.

Clermont – Die Deutsche Hallenmeisterin von 2017 hat sich für die 60-Meter-Wettbewerbe bei den Istaf-Indoor-Veranstaltungen am 4. Februar in Berlin und am 20. Februar in Düsseldorf angemeldet. Auch beim Indoor-Meeting am 12. Februar in der Dortmunder Körnig-Halle wird sie am Start sein. Sebastian Moritz sprach mit der in Hamm geborenen Soesterin.

Nach mehr als 1000 Tagen werden Sie erstmals wieder bei einem Hallenwettkampf antreten. Was bedeutet Ihnen der Start in Deutschland?

Nachdem die vergangenen zwei Jahre doch etwas schwierig für mich waren, bin ich einfach nur froh und dankbar, in der Halle wieder etwas Routine sammeln zu können. Dass ich beim Istaf starten darf und das in Berlin und Düsseldorf auch noch gleich zweimal, ist die Kirsche auf der Sahne.

Welchen sportlichen Stellenwert haben die Wettkämpfe für Sie? Ende März steht ja auch eine Hallen-WM an.

Wir bereiten nicht explizit eine richtige Hallensaison vor, weil der Fokus voll und ganz auf dem Sommer liegt. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass es für mich persönlich wichtig ist, einfach ein paar Rennen in der Halle zu laufen, um wieder Wettkampf-Routine zu bekommen. Wenn es richtig gut laufen sollte, würde ich einen Hallen-WM-Start nicht gänzlich ausschließen. Aber das wird sich alles erst noch zeigen.

Zu Beginn der Corona-Pandemie haben die strengen Einreiseregeln in den USA zunächst verhindert, dass Sie zu Ihrer Trainingsgruppe in Florida stoßen konnten. Hat Corona heute immer noch Auswirkungen auf ihren Trainingsalltag und die Wettkampfplanung?

Corona hat nach wie vor Einschränkungen auf unser aller Leben. Egal welchen Beruf wir ausüben. Nichts ist mehr wirklich so wie früher. Gerade das Reisen, das vor der Pandemie so unbeschwert war, ist bedeutend schwieriger geworden. Und das ist nun mal ein großer Teil meines Jobs.

Wenn Sie Ihrem Sportjahr 2021 eine Schulnote geben müssten, welche wäre das? Und warum?

Eine Zwei plus. Denn es war für die Umstände und die Komplikationen, die ich vergangenes Jahr erleben musste, dennoch ein gutes Jahr. Man darf nicht vergessen: Zu Beginn 2021 durfte ich noch nicht einmal laufen. Als ich dann wieder gesund war, habe ich gut und hart trainiert. Dann habe ich mich leider erneut verletzt, habe es aber schlussendlich doch noch in ein olympisches Finale geschafft. Zusammengefasst: 2021 hat mich vor einige Herausforderungen gestellt und wirklich gefordert, für diese Umstände war das Jahr am Ende trotzdem gut.

Wie fit fühlen Sie sich denn aktuell?

Sehr gut, das Training läuft aktuell fantastisch. Ich habe einige Fortschritte gemacht und neue Dinge lernen dürfen. Momentan bin ich einfach sehr zufrieden mit dem Training und der Gesamtsituation.

Was haben Sie sich für die bevorstehende Freiluftsaison vorgenommen?

Bevor ich über die Freiluftsaison spreche und meine Ziele definiere, möchte ich erst einmal gesund und fit durch die Hallensaison kommen. Die Rennen werden zeigen, wo ich aktuell stehe.

Werden Sie 2022 auch mal wieder über die 200-Meter-Distanz antreten?

Das hoffe ich doch sehr. Denn ich will mir ja nicht umsonst regelmäßig die längeren Tempoläufe im Training antun.

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