Futsal-Umfrage: Fußballer wollen alte Regeln behalten

WESTFALEN - Die User der Online-Portale soester-anzeiger.de, Wa.de und come-on.de haben dem Futsal eine klare Absage erteilt. Im Rahmen einer gemeinsamen Umfrage sprach sich fast 85 Prozent der Teilnehmer dafür aus, dass entweder nach den aktuellen Regeln oder nach den Regeln der vergangenen Jahren unter dem Hallendach gespielt werden soll.

„Ich persönlich muss sagen, dass ich die Hallenregeländerungen Quatsch finde. Die Änderung, dass man nicht mehr grätschen darf, finde ich recht gut, da dadurch weniger Verletzungen in der Halle aufkommen. Aber z.b die Regel mit den Handballtoren finde ich total Quatsch, denn die meisten Fans/Besucher kommen in die Halle um Tore zusehen und das wird mit den Handballtoren außer Kraft gesetzt“, schrieb beispielsweise User Robin Breitenbach in einer E-Mail stellvertretend für die Gegner des Futsals.

So stimmten die User bei der Umfrage ab, die Sie hier noch einmal nachlesen können.

Nur 9,64 Prozent aller Teilnehmer sprachen sich für die Umsetzung der Futsal-Regeln aus, wie es der Deutsche Fußball Bund (DFB) ab dem 1. Juli eigentlich vorgesehen hat.

Auch interessant: Knapp 6 Prozent der Nutzer sagten aus, dass sie vom Hallenfußball, egal welcher Art, gar nichts halten.

Vom ersten Tag der Ankündigung der verbindlichen Einführung der Futsal-Regeln unter dem Hallendach gab es bereits Kritik von der Basis an der Entscheidung. Die hatten zur Auswirkung, dass die in diesem Winter gültigen „Zwischenregeln“ erlassen wurden.

Die Kritik blieb dennoch bestehen mit der Folge, dass es nun runde Tische geben soll, an denen Mitglieder des Fußball- und Leichtathletik Verbands Westfalen (FLVW), Funktionäre, Fußballer und Organisatoren privater Turniere (RWE-Wintercup, Warsteinsteiner Masters) ihre Erfahrungen austauschen.

Das Stimmungsbild in den Hallen und bei dieser Umfrage dürfte sich wohl auch dort widerfinden. Eine breite Mehrheit für aktuelle oder alte Regeln – doch auch diese Gemeinschaft ist gespalten. Die Mischung aus alten und neuen Regeln, wie sie in diesem Winter praktiziert wird, wird immerhin von knapp 37,95 Prozent der Abstimmungsteilnehmer begrüßt.

46,39 Prozent aller User und damit fast die absolute Mehrheit sprachen sich für die Rückkehr zu den alten Regeln aus.

Grätschverbot wird gelobt

Bei den Rückmeldungen der User wurde besonders das Grätschverbot gelobt: Es werde mehr Fußball gespielt und die Zahl der Fouls habe sich verringert. Auch der Futsal als Spielgerät, der mehr spielerisches Können erfordere, und die Netto-Spielzeit (zumindest in der letzten Minute) wurden grundsätzlich begrüßt.

Auf große Kritik stoßen die „Handball-Tore“, auf die beim Futsal gespielt wird. Sollte die anstelle der großen Tore eingeführt werden, verringere sich die Anzahl der Tore und dadurch der Reiz für Spieler und Zuschauer. Da die Umsetzung der richtigen Futsal-Regeln auch den Einsatz von zwei Schiedsrichtern erfordere, treibe das auch die Kosten in die Höhe. „Wer soll die denn bitte bezahlen?“, fragt sich nicht nur Thomas Kree, Trainer B-Juniorinnen SuS Scheidingen. - tom

Quelle: wa.de

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