Sieg über Bayern

Fünfter Pokal-Triumph für Bambergs Basketballer

Deutscher Pokalsieger 2017: Brose Bamberg. Foto: Rainer Jensen
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Deutscher Pokalsieger 2017: Brose Bamberg. Foto: Rainer Jensen
Die Brose Bamberg sind zum fünften Mal Pokalsieger. Foto: Rainer Jensen
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Die Brose Bamberg sind zum fünften Mal Pokalsieger. Foto: Rainer Jensen
Bayern-Präsident Uli Hoeneß (r) und Ehefrau Susanne verfolgen das Endspiel. Foto: Rainer Jensen
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Bayern-Präsident Uli Hoeneß (r) und Ehefrau Susanne verfolgen das Endspiel. Foto: Rainer Jensen
Bambergs Andrea Trinchieri. Foto: Rainer Jensen
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Bambergs Andrea Trinchieri. Foto: Rainer Jensen
ALBA Berlin gewann das Spiel um Platz drei gegen Ludwigsburg mit 84:70. Foto: Rainer Jensen
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ALBA Berlin gewann das Spiel um Platz drei gegen Ludwigsburg mit 84:70. Foto: Rainer Jensen

Bayern-Präsident Uli Hoeneß durfte nicht den erhofften ersten Pokal-Triumph der Münchner Basketballer seit 1968 bejubeln. In einer dramatischen Schlussphase holt Brose Bamberg den fünften Cup-Gewinn. Der Tipp von Dennis Schröder geht auf.

Berlin (dpa) - Unterstützt von Edelfan Dennis Schröder hat Brose Bamberg seine Vormachtstellung im deutschen Basketball bewiesen und zum fünften Mal im Pokal triumphiert.

In einem hochklassigen Finale bezwangen die Franken den FC Bayern in Berlin mit 74:71 (45:36) und beendeten die Hoffnungen von Münchens Vereinschef Uli Hoeneß auf den ersten Cupsieg der Korbjäger seit 1968. "Es war ein tolles Spiel, sehr spannend", resümierte der Bayern-Präsident als fairer Verlierer. "Ich bin nicht enttäuscht. Bamberg ist uns weit voraus, aber wir kommen immer näher."

"Es ist ein tolles Gefühl, aber ich bin immer noch hungrig", sagte Bambergs Coach Andrea Trinchieri, der nun sein erstes Double mit den Franken anstrebt. "Im Endeffekt ist es scheißegal, wer gut spielt, Hauptsache wir haben gewonnen", betonte der überragende Daniel Theis und sagte über seinen Kumpel Schröder, der in der ersten Reihe saß: "Immer wenn er da war, haben wir gewonnen. Ich freue mich natürlich, dass er seine wenigen freien Tage hier herkommt. Wenn wir in den Finals sind und er Zeit hat - klar, sage ich ihm, dass er wiederkommt."

Auch Hoeneß musste auf der Ehrentribüne die Extraklasse der Bamberger anerkennen, die wie schon 1992, 2010, 2011 und 2012 den nationalen Titel holten. In einer dramatischen Schlussphase hatte München die Chance zum Sieg, doch Nicolo Melli blockte sechs Sekunden vor Ende den Korblegerversuch von Nick Johnson. Im Spiel um Platz drei bezwang der entthronte Titelverteidiger ALBA Berlin den Außenseiter MHP Ludwigsburg 84:70.

Schon am Samstag hatte NBA-Profi Schröder als Stargast prophezeit: "Ich denke, Bamberg macht's. Sie sind sehr stark dieses Jahr", tippte der 23 Jahre alte Nationalspieler, der das Finale ab der zweiten Hälfte aus der ersten Reihe verfolgte. Und er sollte Recht behalten - nach Schwächephasen zu Beginn beider Halbzeiten setzte sich der achtmalige Meister verdient durch. Beste Werfer für das Team von Trinchieri waren Fabien Causeur mit 18 und Theis mit 17 Punkten, bei Bayern waren auch 13 Zähler von Johnson zu wenig.

Angeführt von Nationalspieler Anton Gavel legten die Münchner zunächst stark los, der Point Guard setzte seine Teamkollegen immer wieder sehenswert in Szene. Schnell führten die Münchner 7:2 und 16:11 - doch auch Bamberg zeigte in einer temporeichen Anfangsphase seine Qualitäten. Daniel Theis versenkte ein Alley-oop-Anspiel von Nikos Zisis krachend per Dunking.

Langsam übernahm Bamberg mit seiner überragenden Verteidigung das Kommando. Wütend nahm Münchens Coach Sasa Obradovic beim 25:34 eine Auszeit. Etwas missmutig saß Clubchef Hoeneß kaugummikauend neben seiner Frau Susi auf den VIP-Plätzen, machte aber trotzdem bei der La Ola mit.

Im zweiten Durchgang konnten die Bayern den Ausfall des starken Janis Strelnieks mit einer Schulterverletzung ausnutzen. Gavel verkürzte per Mitteldistanztreffer auf 56:57, vor allem die Guards Maodo Lo und Causeur behielten für Bamberg aber die notwendige Ruhe.

Trotz seines dritten großen Titels mit den Bambergern blieb zumindest für Trincheri ein Ärgernis. Der Modus mit nur vier Teilnehmern am Pokal-Wochenende sei "ein Mist", schimpfte der Italiener - und hofft in der Zukunft auf eine Endrunde mit acht Clubs.

Top Four

Pokal-Historie

Kader ALBA Berlin

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