Formel 1 sucht "007"

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Romain Grosjean

Montreal - Die Formel 1 wartet auf „007“: Nach sechs verschiedenen Siegern in den ersten sechs Rennen der Saison könnte sich die Serie in Kanada fortsetzen. Dafür gibt es einige namhafte Kandidaten.

Die Formel 1 ist in diesem Jahr so abwechslungsreich und spannend wie ein James-Bond-Streifen - und nach sechs verschiedenen Siegern in den ersten sechs Rennen wartet die Königsklasse in Montreal auf Pilot „007“. Nach Jenson Button in Australien, Fernando Alonso in Malaysia, Nico Rosberg in China, Sebastian Vettel in Bahrain, Pastor Maldonado in Spanien und Mark Webber in Monaco gibt es noch einige namhafte Kandidaten, die beim Großen Preis von Kanada am Sonntag (20.00 Uhr MESZ/RTL und Sky) die illustre Siegerliste 2012 verlängern könnten.

Der Sport-Informations-Dienst (SID) gibt einen Überblick über die Fahrer, die als „007“ in Frage kommen, darunter drei frühere Weltmeister: Michael Schumacher, Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen.

Michael Schumacher (43): Der Rekordweltmeister hat zuletzt in den Straßenschluchten von Monte Carlo mit der Bestzeit im Qualifying eindrucksvoll bewiesen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Dazu kommt, dass seinem Mercedes-Silberpfeil die langen Geraden des Circuit Gilles Villeneuve entgegenkommen könnten und er selbst dort häufiger gewann als auf allen anderen aktuellen Strecken. Schon sieben Mal triumphierte Schumacher in Montreal (1994, 1997, 1998, 2000, 2002, 2003, 2004), dazu zeigte er dort im vorigen Jahr sein wohl bestes Rennen seit seinem Comeback, als er im Regen mit Sebastian Vettel um die Führung kämpfte. „Eine Reise nach Montreal lohnt sich immer. Wollen wir hoffen, dass sie sich für uns diesmal besonders lohnt“, sagt Schumacher.

Lewis Hamilton (27): Der McLaren-Pilot hat beste Erinnerungen an Montreal. Auf dieser Strecke feierte er 2007 in seinem sechsten Formel-1-Rennen den ersten von insgesamt bislang 17 GP-Siegen. Auch 2010 gewann Hamilton in Kanada. In diesem Jahr ist der Weltmeister von 2008 überraschend noch ohne Sieg, dafür landete er als bislang einziger Fahrer neben WM-Spitzenreiter Fernando Alonso bei jedem Rennen in den Punkterängen. Der einstige Heißsporn scheint mittlerweile mehr Ruhe gefunden zu haben. „Von der Papierform her sollte unser Auto gut gerüstet sein“, erklärte Hamilton: „Dennoch ist es eine ernsthafte Prognose derzeit schwierig, also konzentriere ich mich auf ein weiteres Wochenende, an dem ich WM-Punkte sammeln kann.“

Kimi Räikkönen (33): Der „Iceman“ ist nach zwei Jahren in der Rallye-WM erstaunlich schnell wieder auf Betriebstemperatur gekommen. Im vierten Rennen nach seinem Comeback war der Lotus-Pilot in Bahrain schon ganz nah an seinem 21. GP-Sieg, nur Weltmeister Sebastian Vettel hielt den fliegenden Finnen mit viel Mühe in Schach. Wie man in Kanada gewinnt, weiß der Weltmeister von 2009 jedenfalls: 2005 setzte er sich damals noch in Diensten von McLaren-Mercedes knapp vor Michael Schumacher durch. „Wir waren bisher überall schnell, und wir waren auf dem Podest“, meinte Räikkönen: „Ich habe bereits mit anderen Teams Rennen gewonnen, und ich habe ein gutes Gefühl, dass Lotus zu starken Ergebnissen fähig ist. Unsere Zeit wird kommen.“ Vielleicht ist sie jetzt da.

Romain Grosjean (26): Der Franzose profitiert wie Lotus-Kollege Räikkönen in diesem Jahr von einem schnellen und zuverlässigen Auto, mit dem er schon zweimal aufs Podium fuhr. Zwar ist Grosjean gegenüber seinem ersten Versuch in der Formel 1 im Jahr 2009 deutlich gereift, beim Start in Monaco war er aber wieder einmal zu ungestüm und kassierte seinen dritten Ausfall im sechsten Rennen. In Montreal muss er sich erst mal an die Strecke gewöhnen, für ihn wird es die Premiere in Kanada. „Normalerweise mag ich Stadtkurse - ich war in Monaco gut in Schuss. Ich genieße den Nervenkitzel, den Mauern nahe zu kommen“, sagt Grosjean.

sid

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