Wechsel auf dem Geschäftsführer-Posten

Formel 1: Überraschung! Neuer Boss übernimmt - er arbeitete lange mit Michael Schumacher

Michael Schumacher und Stefano Domenicali am Kommandostand.
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Michael Schumacher (l.) und Stefano Domenicali waren ein eingespieltes Team.

Die Formel 1 hat einen neuen Chef. An der Spitze der Königsklasse steht ab sofort ein Mann, der lange bei Ferrari war - und enger Vertrauter von Schumi.

  • Stefano Domenicali wird neuer Geschäftsführer der Formel 1*.
  • Er war lange Jahre Sportdirektor und Teamchef bei Ferrari*.
  • Chase Carey scheidet nach drei Jahren aus dem Amt.

London - An der Spitze der Formel 1* zeichnet sich vor dem Russland-Rennen ein spektakulärer Wechsel ab: Ex-Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali soll laut Medienberichten den bisherigen CEO Chase Carey beerben. Dessen Vertrag läuft aus. Wie die BBC berichtet, sind die zehn Teams bereits über die Entscheidung informiert worden.

Domenicali war von 2007 bis 2014 Teamchef bei Ferrari. Während der Erfolgsära von Michael Schumacher* war er unter anderem als Sportdirektor bei der Scuderia tätig. Er führte den Rennstall zum bislang letzten Titel, der Konstrukteurs-WM 2008, bevor er 2014 nach schlechtem Saisonstart zum Rücktritt gezwungen wurde. Seit 2016 ist er Geschäftsführer von Lamborghini.

Formel 1: Wechsel an der Spitze - Domenicali kommt für Carey

Nachdem sich die Formel 1 auf einen neuen Grundlagenvertrag einigte, lag ein Wechsel an der Spitze nahe. Ex-CEO Chase Carey soll als F1-Präsident in Zukunft repräsentative Aufgaben übernehmen. Er hatte das Amt 2017 im Zuge der Übernahme der Formel 1 durch das amerikanische Unternehmen Liberty Media von F1-Lichtgestalt Bernie Ecclestone übernommen.

(Noch) amtierender Formel-1-Geschäftsführer: Chase Carey.

In seiner vergleichsweise kurzen Amtszeit hat Carey viel bewegt: Das neue Concorde-Abkommen samt neuer Regelungen einschließlich des Durchbruchs mit der Budgetobergrenze hat dazu beigetragen, der Rennserie eine nachhaltige Zukunft zu sichern. Mit Domenicali kommt jetzt wieder ein „Mann aus dem Rennsport“.

Formel 1: Einfluss von Ferrari auf die Spitze wird noch größer

Die Formel 1 muss derweil aufpassen, dass sie nicht komplett zum Ferrari-Land verkommt. Der Einfluss des italienischen Rennstalls in der Führungsriege der Motorsport-Königsklasse könnte sich weiter verstärken - mit Jean Todt hat ein langjähriger Ferrari-Teamchef den Posten des FIA-Präsidenten inne. Zudem ist Ross Brawn aktueller Formel-1-Sportchef, er war in der Schumacher-Ära* Technik-Direktor. Nun könnte Schumachers Sohn Mick bald in der Formel 1 fahren*.

In der 70-jährigen Geschichte der Formel 1 wird Domenicali erst der dritte Chef sein, der die Zügel in der Hand hält. Eine Vielzahl von Namen wurde mit dem Posten in Verbindung gebracht - darunter auch aktuelle F1-Teamchefs wie Toto Wolff (Mercedes*) oder Christian Horner. (Red Bull*) (epp) *tz.de ist Teil des Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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