Titelduell geht in die finale Phase

Mercedes-Duo dominiert Freies Training in Russland - Dreher von Vettel

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Rivalen der Rennbahn: Sebastian Vettel (l.) und Lewis Hamilton kämpfen um den WM-Titel 2018.

Lewis Hamilton hat seine überragende Form auch in Sotschi bewiesen. Der WM-Spitzenreiter fuhr am Freitag die schnellste Zeit im Freien Training. Sebastian Vettel unterlief ein Fauxpas.

Sotschi - Der Weg zum dringend benötigten Comeback im Titelrennen der Formel 1 wird für Sebastian Vettel wie erwartet schwierig. Im freien Training zum womöglich vorentscheidenden Großen Preis von Russland hinterließ WM-Spitzenreiter und Titelverteidiger Lewis Hamilton am Freitag einen äußerst starken Eindruck.

In 1:33,385 Minuten fuhr der Brite im Mercedes Bestzeit vor seinem ebenfalls überzeugenden Teamkollegen Valtteri Bottas (1:33,584). Noch vor dem fünftplatzierten Vettel (1:33,928) lagen die beiden Red-Bull-Piloten Max Verstappen (1:33,827) und Daniel Ricciardo (1:33,844), die aufgrund einer Strafversetzung ans Ende des Feldes im Rennen am Sonntag (13.10 Uhr MEZ/RTL) aber keine Gefahr für den deutschen Ferrari-Star darstellen sollten. Der Emmericher Nico Hülkenberg (1:35,568) verpasste im Renault eine Top-Zeit.

Vettel reist mit 40 Punkten Rückstand an

Vettel braucht im Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 einen Sieg, um die Titelhoffnungen im Saisonendspurt am Leben zu erhalten. Sein Rückstand auf Hamilton beträgt vor dem 16. von 21 Rennen 40 Punkte. Seit dem ersten Grand Prix in Sotschi vor vier Jahren ging der Sieg in Russland allerdings stets an einen Silberpfeil. Hamilton siegte 2014 und 2015.

Dass er das Potenzial zu seinem dritten Erfolg am Schwarzen Meer und dem dritten Sieg nacheinander hat, stellte Hamilton eindrucksvoll unter Beweis. Sowohl mit der weichsten Reifenmischung Hypersoft, als auch mit Ultrasoft-Pneus war der 33-Jährige im zweiten Training am frühen Nachmittag schnell unterwegs. Vettel hingegen leistete sich am Ende der Session sogar einen Dreher, der aber ohne Folgen blieb.

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Vettel gewinnt ersten Schlagabtausch

Im ersten Training war Vettel auf Hypersoft-Reifen noch zur Bestzeit (1:34,488) gefahren. Doch bereits da hatte sich die Mercedes-Stärke angedeutet, als Hamilton auf der härtesten verfügbaren Mischung (Soft) lediglich rund drei Zehntelsekunden hinter Vettel gelegen hatte.

Im ersten Training hatten mehrere Youngster eine Bewährungschance erhalten. Die künftigen Stammpiloten Lando Norris (England/McLaren) und Antonio Giovinazzi (Italien/Sauber) sammelten Daten für ihre Teams. Bei Renault durfte der russische Testfahrer Artjom Markelow vor Heimpublikum ins Cockpit von Carlos Sainz jr., Nicholas Latifi (Kanada) ersetzte Sergio Perez bei Racing Point Force India.

Statement auf dem Helm: Lewis Hamilton spürt noch Potenzial in sich.

Fünf Fahrer werden zurückversetzt

Norris gelang zumindest ein Punktsieg. Der Brite fuhr als erster Fahrer der Teams, bei denen Umbauten an den Motoren zu Strafversetzungen ans Ende des Feldes führten, auf die Strecke. Ex-Weltmeister Fernando Alonso wird deshalb die beste Platzierung der rückversetzten Fahrer vor Ricciardo, Verstappen, Pierre Gasly und Brendon Hartley (beide Toro Rosso) einnehmen.

Vettel muss sich im Rennen ohne die Red Bull an der Spitze zwar mit zwei starken Rivalen weniger auseinandersetzen. Doch auch ein dritter Rang hinter dem Mercedes-Duo würde seine Chancen auf den fünften WM-Titel auf ein Minimum reduzieren.

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sid

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