Teamchefs wollen Rückkehr zu altem Qualifikationsformat

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Sebastian Vettel im Qualifying in Bahrain. 

München - In der Diskussion um die hochumstrittene neue Formel-1-Qualifikation haben sich die Teamchefs für eine Rückkehr zum alten Modus ausgesprochen.

Dies bekräftigten die elf Rennställe der Königsklasse des Motorsports übereinstimmenden Medienberichten zufolge einstimmig in einem Schreiben an Chefvermarkter Bernie Ecclestone, Mehrheitseigner CVC und Weltverbandschef Jean Todt. Demnach wollen sich die Teamchefs zudem jedem neu vorgeschlagenen Modus versperren.

Das von Ecclestone und Todt seit jüngstem favorisierte Format sieht vor, dass in jedem Qualifikations-Abschnitt die beiden schnellsten Zeiten addiert werden. Dadurch sollen die Formel-1-Wagen in den einzelnen K.o.-Runden häufiger auf der Strecke sein. In ihrem gemeinsamen Schreiben lehnen die Teamchefs diese Idee aber als zu verwirrend für die Zuschauer ab.

Erst seit Saisonbeginn fährt die Formel 1 in einem überarbeiteten Qualifikationsmodus. Größte Veränderung im Vergleich zum alten Format ist, dass nach einer bestimmten Phase jeweils nach 90 Sekunden der langsamste Pilot ausscheidet. Schon nach dem Auftakt in Melbourne hatten die Teamchefs dann die Rückkehr zum alten Format gefordert.

Bei der nachfolgenden Abstimmung mit dem Weltverband FIA und der Formel-1-Geschäftsführung kam aber kein einstimmiges Votum zustande. Beim zweiten Saisonlauf in Bahrain fuhren Weltmeister Lewis Hamilton & Co. wieder in dem hochumstrittenen neuen Modus. Die erhoffte Spannung in der Qualifikation hielt sich erneut stark in Grenzen.

dpa

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