Düsseldorfer Ärger nach 3:3-Spektakel gegen Fürth

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Düsseldorfs Benschop (rechts) und Fürths Wurtz im Zweikampf.

DÜSSELDORF - Mit Fortuna Düsseldorf ist im Aufstiegskampf zur Fußball-Bundesliga weiter zurechnen, beim 3:3 gegen Fürth offenbarte die Elf von Trainer Reck allerdings Defizite im Defensivbereich. Auch die Fürther patzten mehrfach, sehen sich in der Verfolgerrolle aber auf einem guten Weg.

Den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga hat Fortuna Düsseldorf weiter fest im Visier, doch richtige Freude wollte trotz des Spektakels keine aufkommen. "Drei Gegentore sind ein Tick zu viel, aber wir werden damit leben können müssen", sagte Sportdirektor Helmut Schulte nach dem 3:3 (1:1) gegen die SpVgg Greuther Fürth.

Das Torfestival hatte zwar einen gewissen Unterhaltungswert, doch bei den Düsseldorfern überwog der Ärger, direkt zwei Mal eine Führung aus der Hand gegeben zu haben. "Wir wollten ein offensives Spiel, aber kein Torspektakel", meinte Fortuna-Coach Oliver Reck und monierte die Patzer im Düsseldorfer Abwehrverbund.

Zumindest hielt sich der Frust über die verpasste Tabellenführung in Grenzen. "Zum jetzigen Zeitpunkt der Saison ist die Tabelle nicht wichtig, es zählen nur Punkte. Positiv ist, dass wir weiter eine gute Ausgangsposition haben und oben dran sind", sagte Reck.

Samstag beim Gastspiel in Aalen nachlegen

Schon am kommenden Samstag (13 Uhr) will die Fortuna im Spiel beim abstiegsbedrohten VfR Aalen die nächste Chance nutzen, vom zweiten Tabellenplatz weiter nach oben zu klettern. "Wir haben die große Möglichkeit, auswärts nachzulegen", erklärte Reck.

Auf fremden Plätzen haben die Düsseldorfer angesichts von vier Auswärtssiegen bislang weniger Probleme als in der eigenen Arena, in der Reck einen schlechten Rasen als eine Ursache für das bisweilen mangelhafte Passspiel ausgemacht hat.

Dass am Montag der dritte Heimsieg verspielt wurde, wurmte die Reck-Elf sehr. "Fürth hat viermal auf unser Tor geschossen und drei Treffer erzielt. Das war unser Problem", sagte Fortuna-Angreifer Charlison Benschop.

Fortuna-Trainer Oliver Reck.

Der Niederländer hatte sein Team mit einem Doppelpack zum 1:0 (10.) und 3:2 (81./Foulelfmeter) in Führung gebracht. Zudem traf Joel Pohjanpalo (77.) für die Hausherren, doch Fürth antwortete durch Niko Gießelmann (13.) und Robert Zulj (54./84.) eindrucksvoll.

Unnerstall für Rensing im Tor

Erst in der Schluss-Viertelstunde nahm die bis dahin zähflüssiges Partie Fahrt auf. Mit scharfen Hereingaben bereiteten die Gäste ihrem Kontrahenten Schwierigkeiten. "Wir hatten einige Stellungsfehler im Defensivbereich", befand Reck, der kurzfristig Keeper Lars Unnerstall für Michael Rensing (Rückenprobleme) in die Startelf stellte.

Abwehrprobleme sind für die Fortuna in dieser Saison relativ neu. Maximal zwei Gegentreffer pro Spiel kassierte Düsseldorf in den vorherigen 13 Liga-Partien: "Fürth hat es uns aber auch sehr schwer gemacht."

Die Gäste aus Franken haben zwar noch fünf Punkte Rückstand zur Aufstiegszone, sehen sich aber im Aufwind. "Wir haben es nach unserer Führung zwar verpasst, den Deckel drauf zu machen, haben aber gefightet und sind nach den Rückständen direkt wieder aufgestanden", sagte der Greuther Trainer Frank Kramer.

In der Verfolgerrolle fühlen sich die Fürther wohl und wollen den Kontakt zur vorderen Tabellenregion halten. "Wir haben das Potenzial und konnten es mit kleinen Fehlern in Düsseldorf auch auf die Bühne bringen. Ich sehe positiv in die Zukunft", meinte Torwart Wolfgang Hesl. - dpa

Quelle: wa.de

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