DSV-Asse greifen nach weiterem Edelmetall

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Skispringerin Carina Vogt möchte auch im Mixed-Wettbewerb Gold gewinnen. Foto: Hendrik Schmidt

Falun (dpa) - Mit ihren heiß ersehnten Medaillen um den Hals genossen die Weltmeister Carina Vogt und Johannes Rydzek sowie der mit Silber dekorierte Severin Freund am späten Samstagabend die Gänsehautatmosphäre auf der Medal Plaza in Falun. Doch dann wurde sofort der Schalter umgelegt.

Denn schon am Sonntag startet das Trio bei der nordischen Ski-WM einen weiteren Anlauf auf Edelmetall. Am "Super-Sonntag" soll die Bilanz im Teamwettbewerb der Nordischen Kombination und im Mixed-Skispringen ausgebaut werden.

Selbst der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, ließ es sich nicht nehmen, bei der Siegerehrung seine Glückwünsche zu übermitteln. Unter den vielen Zuschauern auf dem überfüllten Platz waren natürlich auch alle Mitstreiter, Trainer und Betreuer aus den Teams der Skispringer und Kombinierer. "Solche Momente muss man genießen. Es ist ja nicht nur der Erfolg des Einzelnen, sondern von allen", sagte Kombinierer-Goldschmied Hermann Weinbuch.

Der Bundestrainer hatte die Vorbereitung seiner Jungs auf den Teamwettbewerb bereits am Samstagvormittag mit einer Mannschaftssitzung gestartet. "Wir wollen endlich diese sieglose Serie bei Großereignissen beenden", sagte der Coach. Seit 1987 springen und rennen die Deutschen einem WM-Sieg hinterher, bei Olympia wurde letztmals 1988 über einen Staffelerfolg gejubelt. "Aufpassen müssen wir aber auf Norwegen, Japan und Österreich. Auch die Franzosen können wieder gefährlich werden", meinte Weinbuch. Wie im Einzel vertraut er auf Tino Edelmann, Fabian Rießle, Eric Frenzel und Gold-Junge Rydzek.

Auch bei den Skispringern zählen die DSV-Asse zu den heißen Titelanwärtern. "Es kann alles passieren, aber wir wollen natürlich eine Medaille gewinnen", sagte Männer-Bundestrainer Werner Schuster nach dem Silber-Coup von Severin Freund im Einzel auf der Normalschanze. "Das Mixed wird wahrscheinlich der spannendste Wettbewerb, da werden Triumph und Tragödie extrem dicht beieinanderliegen", prophezeite er.

Neben Freund gehen Richard Freitag, Katharina Althaus und Weltmeisterin Carina Vogt an den Start. "Sie hat die Ruhe weg, deshalb werden wir sie beginnen lassen", verriet Schuster. Den Schlusspart übernimmt Freund, der sich deshalb keine große Party gönnte. "Ich bin nicht der Typ, der jeden Erfolg feiern muss. Das kann ich mir aufheben", sagte der Team-Olympiasieger.    

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