Juristisch nicht durchsetzbar

Bach: Lebenslange Doping-Sperre unmöglich

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Thomas Bach kandidiert im September für das Amt des IOC-Präsidenten.

Frankfurt/Main - Lebenslange Sperren für Dopingsünder sind nach Ansicht von DOSB-Präsident Thomas Bach nicht möglich. Es sei juristisch nicht durchsetzbar.

„Wir mussten uns leider belehren lassen, dass eine lebenslange Sperre juristisch nicht durchsetzbar ist, weil jeder Mensch eine zweite Chance verdient“, wurde er am Mittwoch in einer Ergänzung des DOSB zu Äußerungen in der SportBild zitiert.

In dem Magazin hatte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) lebenslange Sperren bei Doping-Vergeben als „wünschenswertes Zeichen“ bezeichnet. „Das habe ich schon als Aktivensprecher 1981 gesagt“, erklärte der Fecht-Olympiasieger von 1976.

Laut Bach gibt es jetzt schon ausreichend Sanktionsmöglichkeiten. „Zwei Jahre sind die Regelsperre, es gibt aber auch die Möglichkeit, eine vierjährige Dopingsperre zu verhängen“, sagte der Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees. Der höchste deutsche Sport-Funktionär, der im September in Buenos Aires an die Spitze des IOC gewählt werden will, erhofft sich durch die Revision des Welt-Anti-Doping-Codes erweiterte Möglichkeiten. „Da ist einiges im Gang“, sagte Bach.

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dpa

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