Stanley-Cup

Dennis Seidenberg auf Triumphzug

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Dennis Seidenberg spielt bei den Boston Bruins.

Boston - Der deutsche Eishockeyprofi Dennis Seidenberg steht vor seinem nächsten Erfolg in der NHL: Seinem Team, den Boston Bruins, fehlen nur noch zwei Siege zum zweiten Stanley-Cup-Triumph.

Dennis Seidenberg fehlen nur noch zwei Siege zum zweiten Stanley-Cup-Triumph. Der Eishockey-Nationalspieler gewann mit den Boston Bruins das dritte Play-off-Finale der nordamerikanischen Profiliga NHL gegen die Chicago Blackhawks 2:0 und führt in der best-of-seven-Serie mit 2: 1. Im nächsten Heimspiel am Donnerstag (2.00 Uhr) könnte der 31 Jahre alte Verteidiger mit den „Braunbären“ bereits für eine Vorentscheidung sorgen. „Wir haben heute einen guten Job gemacht. Es war nicht unser bester Tag, aber ordentlich. Beide Teams haben abwartend begonnen. Dann sind wir besser ins Spiel gekommen, haben Druck gemacht“, sagte Seidenberg.

Daniel Paille (23.) und Patrice Bergeron (35.) erzielten die Tore für den sechsmaligen Stanley-Cup-Sieger Boston, der zuletzt 2011 - mit Seidenberg - die begehrteste Eishockey-Trophäe der Welt gewonnen hatte. Erstmals in der Finalserie siegte ein Team in den regulären 60 Minuten. Zuvor hatte sich Chicago in der dritten Verlängerung mit 4:3 durchgesetzt, Boston hatte mit einem 2:1 in der ersten Overtime ausgeglichen.

Seidenberg, der insgesamt 25:04 Minuten auf dem Eis stand, war im heimischen TD Garden zunächst vor allem in Unterzahl gefordert. Der Ex-Mannheimer hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Boston im Auftaktdrittel zwei Strafzeiten unbeschadet überstand. Die Bruins-Stürmer Rich Peverley (16.) und Brad Marchand (17.) hatten mit einem Spieler weniger auf dem Eis sogar die besten Torchancen des ersten Durchgangs.

Zählbaren Erfolg brachte aber erst das zweite Drittel. Zunächst erzielte Paille, der Siegtorschütze im zweiten Spiel, die Führung der Gastgeber. Nachdem Seidenberg an Chicagos Torhüter Corey Crawford gescheitert war (25.), nutzte Bergeron das zweite Powerplay der Bruins zum 2:0 - nach einem genialen Zuspiel von Altstar Jaromir Jagr.

Die Blackhawks, die punktbeste Mannschaft der Hauptrunde, mussten auf Stürmerstar Marian Hossa verzichten. Der Slowake hatte sich beim Aufwärmen eine Verletzung zugezogen. Auch sein drittes und viertes Powerplay konnte der viermalige NHL-Meister im Schlussdrittel nicht nutzen - Seidenberg und Co. sind mittlerweile 26-mal in Folge in Unterzahl ohne Gegentor. 45 Sekunden vor Schluss traf Bryan Bickell nur den Pfosten.

SID

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