Bundesliga-Spielbetrieb ruht

Coronavirus-Pause: BVB schickt Spieler nach Hause - "Niemand kann absehen, was in den nächsten Tagen passiert"

In der Bundesliga ruht der Spielbetrieb aufgrund des Coronavirus. Wie machen BVB, Schalke, Gladbach, Bayern und Co. nun weiter? Eine Übersicht.

  • Das Coronavirus legte auch den Spielbetrieb in der Bundesliga lahm.
  • BVB, Schalke, FC Bayern und Co. gehen unterschiedlich damit um.
  • Eine Übersicht, wie es bei den Bundesligisten nun weiter geht.

Update vom 17. März, 15.09 Uhr: Der Ball ruht auf dem Trainingsgelände des BVB. Borussia Dortmund hat auf die aktuelle Situation reagiert und die Profis bis zum kommenden Montag nach Hause geschickt. Allerdings wurden Erling Haaland, Jadon Sancho und Co. mit individuellen Trainingsplänen ausgestattet. Nachdem das Nachwuchsleistungszentrum für vorerst zwei Wochen geschlossen wurde, hatte der BVB eine Fortsetzung des Trainingsbetriebs angekündigt. Nun verzichtet Schwarz-Gelb auf gemeinsame Einheiten.

"Wir haben der Entwicklung im Land Rechnung getragen und entschieden, dass es sinnvoll ist, wenn die Spieler zu Hause bleiben", sagte BVB-Lizenzspielleiter Sebastian Kehl der WAZ. "Sie sollen sich erstmal um ihre Familien kümmern."

Geplant ist eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs ab dem 2. April. Ob dann jedoch die Bundesliga als Geisterspiele stattfinden werden, ist noch offen. Die EM 2020 hingegen steht kurz vor der Absage. "Wir müssen uns vorbereiten, auch wenn derzeit niemand absehen kann, was in den nächsten Tagen passiert", so Kehl weiter. 

Coronavirus-Pause: Was Bundesliga-Klubs wie Bayern, BVB und Schalke machen

Hamm - Am Ende hat dann auch die Fußball-Bundesliga nachgezogen: Bis mindestens Anfang April ruht der Spielbetrieb wegen der Verbreitung des Coronavirus. Es ist ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Liga.

Wie gehen die einzelnen Vereine damit um? Eine Übersicht.

FC Bayern München: Leon Goretzka nutzte die fußballfreie Zeit am Samstag für einen Appell an seine Fans. "Lasst uns als Gesellschaft zusammen stehen und denen helfen, die Hilfe benötigen. Nehmt die offiziellen !! Infos der Städte ernst", twitterte der Nationalspieler. Am Montag erhoffen sich die Verantwortlichen beim FC Bayern etwas Klarheit, wie es in der Liga weitergehen soll.

Borussia Dortmund: Der BVB trainiert vorerst ganz normal weiter. Die Mannschaft stand am Samstag nach Angaben des Mediendirektors Sascha Fligge auf dem Trainingsplatz. Das Nachwuchsleistungszentrum hat der BVB bereits am Freitag für zwei Wochen geschlossen, um Kontakte auf dem Gelände zu vermeiden.

RB Leipzig: Die Sachsen haben ihren Spielern zunächst freigegeben. Nach einer Trainingseinheit am Samstagvormittag bekamen die Profis von Cheftrainer Julian Nagelsmann für Sonntag und Montag frei. Von Dienstag bis Donnerstag sollen sie sich mit individuellen Laufplänen fit halten. Ab Freitag werde wieder normal trainiert, hieß es.

Borussia Mönchengladbach: Die Gladbacher halten den Trainingsbetrieb auch nach der Zwangspause aufrecht. Nach der Einheit am Samstag hat die Mannschaft zwei Tage frei und startet dann am Dienstag in die Trainingswoche. "Wir müssen die Mannschaft gesund und fit halten, und wir wollen gut vorbereitet sein, wenn wieder gespielt werden kann", erklärte Sportdirektor Max Eberl.

Bayer Leverkusen: Die Leverkusener Profis haben mehrere Tage frei. Am Mittwoch steht das nächste Mannschaftstraining an. Die Pause diene nach den vielen Spielen der letzten Wochen auch zur Regeneration, sagte ein Sprecher der Werkself.

Coronavirus-Pause in der Bundesliga: Schalke bittet zum Laktat-Test

FC Schalke 04: Am Wochenende hatten die Spieler frei, sollten sich aber zu Hause aufhalten und möglichst keine langen Reisen unternehmen. Am Montag sollen die aktuellsten Fitnesswerte gemessen werden, damit man gegebenenfalls für die Spieler individuelle Trainingspläne für zu Hause erstellen könne, wenn die Liga länger pausiere, sagte Pressesprecher Thomas Spiegel. Der Laktat-Test am Montag nach dem ausgefallenen Revierderby beim BVB werde derweil "in ganz kleinen Gruppen von jeweils ein bis zwei Spielern stattfinden".

VFL Wolfsburg: Rund um den Klub wurden alle Aktivitäten runtergefahren. Nach dem Geisterspiel gegen Donezk war Trainer Oliver Glasner erst einmal froh, dass ihm weitere Partien vor leeren Rängen erspart bleiben.

SC Freiburg: Am Samstagvormittag absolvierten die Spieler von Trainer Christian Streich noch ein Mannschaftstraining. Wie schon die gesamte Woche fand die Einheit aufgrund der aktuellen Situation unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

TSG 1899 Hoffenheim: Die Kraichgauer planen vorerst einen normalen Trainingsablauf. Nach einer kurzen Samstagseinheit als Ersatz für das ausgefallene Spiel gegen Hertha BSC soll es von Dienstag an für den Rest der Woche mit dem Mannschaftstraining weitergehen.

1. FC Köln: Der FC will am Montag entscheiden, wie es mit dem Trainingsbetrieb weitergeht.

Union Berlin: Die Mannschaft bekommt nach einer Informationsrunde am Samstagvormittag zunächst für einige Tage frei, berichtete Vereins-Präsident Dirk Zingler.

Coronavirus-Pause in der Bundesliga: Paderborn nach positivem Test unter Quarantäne

Eintracht Frankfurt: Die Eintracht setzt in der kommenden Woche komplett mit dem Mannschaftstraining aus. Das nächste Teamtraining mit Trainer Adi Hütter ist erst für den 23. März angesetzt. Für Dienstag ist ein Laktattest geplant.

Hertha BSC: Auch die Hertha-Profis trainieren erstmal individuell. Der derzeitige Zeitplan sieht vor, dass am Dienstag das Teamtraining fortgesetzt wird. Alle Spieler sind weiter in Berlin.

FC Augsburg: Der FC Augsburg schließt seine Geschäftsstelle vorerst bis zum 22. März. Der Trainingsbetrieb am Nachwuchsleistungszentrum wird für diesen Zeitraum komplett eingestellt. Die Augsburger Profis sollen den Trainingsbetrieb in den kommenden Tagen fortführen.

FSV Mainz 05: Mainz hat seinen Profis für Sonntag und Montag frei gegeben. Von Dienstag an solle das Training ohne Zuschauer fortgesetzt werden, teilte der Erstligist mit.

Fortuna Düsseldorf: Die Düsseldorfer stellten das Training vorerst ein. Die Mannschaft trainierte am Samstagvormittag noch einmal, dann wurde den Profis bis Dienstag freigegeben.

Werder Bremen: Werder schickte seine Mannschaft erst einmal zwei Tage nach Hause. Am Montag soll der reguläre Trainingsbetrieb weitergehen. "Uns ist klar, dass die Mannschaft jetzt erst einmal runterkommen sollte", sagte Geschäftsführer Frank Baumann.

SC Paderborn: Nach dem positiven Coronavirus-Test bei Profi Luca Kilian hat Paderborn Teile seiner Mannschaft für 14 Tage unter häusliche Quarantäne gestellt. Trainiert wird erstmal nicht mehr.

dpa/WA

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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