Matchbälle für den Meister

Bambergern fehlt nur noch ein Sieg zum Titel

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Oldenburgs Adam Chubb (vorn l) versucht Bambergs Alex Renfroe (r) bei einem Korbwurf zu stören.

Oldenburg - Die Brose Baskets Bamberg sind nur noch einen Sieg vom sechsten Meistertitel entfernt. Der Titelverteidiger gewann das zweite Spiel der Finalserie bei den EWE Baskets Oldenburg - wenn auch knapp.

Dank einer furiosen Aufholjagd sind die Brose Baskets Bamberg nur noch einen Sieg von der Titelverteidigung entfernt. Die Franken gewannen am Mittwochabend bei den EWE Baskets Oldenburg mit 63:61 (26:40) und können die vierte Meisterschaft in Serie damit bereits am kommenden Sonntag in eigener Halle perfekt machen. Vor 3148 Zuschauern in der ausverkauften EWE Arena holten die Bamberger einen zwischenzeitlichen 19-Punkte-Rückstand auf. Bester Werfer bei den Gästen war Sharrod Ford mit 15 Punkten. Bei den Gastgebern kam Ronald Burrell auf 13 Zähler.

„Das ist hart. Wir haben eine großartige erste Halbzeit gespielt. in der zweiten hatten wir ein zu schwache Wurfquote“, sagte der Oldenburger Spieler Dru Joyce bei Sport1 und blickte schon auf die nächste Partie: „Wir werden weiterkämpfen. Wir glauben an uns.“ Bambergs Karsten Tadda stellte zufrieden fest: „Wir haben im letzten Viertel vier Punkte der Oldenburger zugelassen. Und jetzt haben wir gewonnen.“

Brose Baskets Bamberg waren zu Beginn überaus schwach

Dabei sah es zunächst nicht gut aus für den Seriensieger der vergangenen Jahre. Angetrieben von ihren ganz in gelb gekleideten Anhängern legten die Oldenburger ein furioses Auftaktviertel hin. Nach einem verschlafenen Start (2:7) übernahm das Team von Trainer Sebastian Machowski das Kommando und zog bis zum Ende des ersten Abschnitts auf acht Zähler davon (24:16). Dass die EWE Baskets wegen einer Vieh-Auktion in ihrer neuen Halle wieder in die alte, kleinere Arena umziehen mussten, schien ihnen nichts auszumachen.

Bei den Gästen lief dagegen nicht viel zusammen. Vom gefürchteten Team-Basketball des Serienmeisters war nichts zu sehen, in den ersten zehn Minuten verteilten die Franken nicht ein einziges Assist. Erfolgscoach Chris Fleming versuchte seine Auswahl zwar in Auszeiten wieder auf Kurs zu bringen, doch die Worte des Amerikaners fruchteten zunächst nicht. Oldenburg setzte sich im Verlauf des zweiten Viertels auf bis zu 19 Punkte ab (38:19), weil auch der Ex-Bamberger Julius Jenkins wieder heiß lief.

Casey Jacobsen holte zum Schluss sechs Punkte in Serie

Wie aus dem Nichts riss dann aber plötzlich der Faden bei den Hausherren. Die Norddeutschen blieben viertelübergreifend fast zehn Minuten ohne Treffer aus dem Feld. Zwar ließen auch die Bamberger viele Chancen ungenutzt, dennoch hatten sie den Rückstand bis Mitte des dritten Durchgangs wieder auf sieben Zähler verkürzt (35:42). Mickrige vier Zähler brachten die Oldenburger im dritten Abschnitt zustande, vor Beginn des Schlussviertels war beim Stand von 44:42 wieder alles offen.

Kurz darauf gingen die Bamberger durch einen Dreier von Anton Gavel und zwei verwandelte Freiwürfe von Ex-NBA-Profi Bostjan Nachbar sogar erstmals seit der Anfangsphase wieder in Führung (47:46). Das Momentum lag nun eindeutig beim Meister der vergangenen drei Jahre. Zumal in der entscheidenden Phase auf die Routiniers Verlass war. Casey Jacobsen machte mit sechs Punkten in Serie alles klar, hinten räumte Ford mit einem Monsterblock die letzten Zweifel aus.

dpa

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