Borussias "Fohlenstall" wächst weiter

+
Auch Patrick Herrmann schaffte den Sprung aus der eigenen Jugend zu den Profis bei Borussia Mönchengladbach.

MÖNCHENGLADBACH - Im "Fohlenstall" bedient sich Lucien Favre besonders gern. Mit Nachwuchsspielern zu arbeiten, sie besser zu machen und an den Profisport heranzuführen, ist für den Trainer des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach eine Herzensangelegenheit.

"Wir müssen noch mehr in die Ausbildung investieren und auf den Nachwuchs setzen", meinte der Coach, der im Umgang mit jungen Spielern ein besonderes Händchen hat. In Marvin Schulz und Mahmoud Dahoud hat der Club jetzt zwei weitere Nachwuchsspieler mit Profiverträgen ausgestattet und bis mindestens 2018 an Borussia gebunden.

Damit setzt Borussia zum einen auf die Tradition der frühen 70-er Jahre. "Wir sind die Fohlenelf vom Niederrhein, und es ist ein wichtiger Schritt, jedes Jahr einen, zwei Spieler aus der Jugend ans Profiteam heranzuführen. Wir sind kein Verein, der sich mit viel Geld eine Mannschaft erkaufen kann", sagte Geschäftsführer Stephan Schippers. Zum anderen profitierten die Gladbacher in der Vergangenheit auch finanziell von ihrer guten Jugendarbeit. Mit transferierten Spielern wie Marc-Andre ter Stegen oder Marcell Jansen kamen zweistellige Millionenbeträge in die Kasse.

Konzept für Schippers alternativlos

Für Schippers gibt es dazu keine Alternative. "Wir müssen uns das aus der Jugend heraus erarbeiten und haben heute 40 Prozent Eigengewächse im Kader. Gerade für junge Spieler ist das ein Signal, dass Borussia eine Zukunft bieten kann", sagte der Geschäftsführer. Aktuell stehen insgesamt acht bei Borussia ausgebildete Spieler im erweiterten Kader, in Tony Jantschke und Patrick Herrmann sogar zwei gestandene Bundesligaprofis.

Neben den neuen Profis Schulz und Dahoud waren im Vorbereitungstrainingslager am Tegernsee in Bilal Sezer und Marlon Ritter zwei weitere Talente im Profikader. "Alle vier haben einen guten Eindruck hinterlassen, so dass die Konkurrenzsituation sich weiter verschärft", befand Sportdirektor Max Eberl.

Mit den Routiniers auf einem Zimmer

Im Trainingslager wurde dann auch darauf geachtet, dass sich einige der Nachwuchsspieler mit routinierten Spielern ein Zimmer teilen. So bildeten Dahoud und Alvaro Dominguez ein Pärchen. "Ich denke, dass ich Mo bei einigen Dingen ganz gut helfen kann", sagte der Spanier.

Neueste Errungenschaft ist aber kein Nachwuchsstar, sondern der vor zwei Wochen eröffnete FohlenCampus. Auf einer Fläche von 1600 Quadratmetern bietet das neue Zuhause der Jugendabteilung verschiedene Räumlichkeiten für das Nachwuchsleistungszentrum. Dort gibt es Mannschafts- und Schiedsrichterkabinen, die direkt am Platz liegen. Zudem gibt es einen großen Clubraum und ein Foyer, wo sich Besucher und Eltern der Jüngsten während der Trainingseinheiten aufhalten können.

Infrastruktur "immens verbessert"

"Bei der Ausbildung von Jugendspielern kommt es entscheidend auf die Rahmenbedingungen an. Die Basis dafür ist die infrastrukturelle Situation, und die verbessert sich durch den Neubau immens", sagte Borussias Nachwuchsdirektor Roland Virkus. - dpa

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare