"Bin kein nostalgischer Mensch"

30 Jahre Wimbledon-Sieg - aber Becker feiert nicht

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Nicht in Feierlaune: Boris Becker will sich ganz auf das Match von Novak Djokovic konzentrieren. Foto: Facundo Arrizabalaga

London - Boris Becker hat zum 30. Jahrestag seines ersten Wimbledonsieges am 7. Juli nach eigenen Worten keine Feier geplant und will sich voll auf seinen Schützling Novak Djokovic konzentrieren.

Der serbische Tennis-Weltranglisten-Erste muss sein Achtelfinale gegen den Südafrikaner Kevin Anderson beenden, das am Vortag beim Stand von 2:2-Sätzen wegen Dunkelheit abgebrochen wurde. "Außerdem bin ich kein nostalgischer Mensch, der die Vergangenheit zelebriert", sagte Becker der Bild-Zeitung.

Becker hatte 1985 im Alter von 17 Jahren seinen ersten von drei Triumphen in London gefeiert und ist nach wie vor der jüngste Wimbledonsieger. "Dass dieser Rekord bis heute Bestand hat, macht ihn mit jedem weiteren Jahr besonderer", sagte der 47-Jährige. Er ist jedoch überzeugt, dass die Marke irgendwann unterboten wird.

In welchem Ausmaß sich sein Leben verändern würde, habe er damals nicht geahnt. "Und dass wir 30 Jahre später immer noch über diesen Triumph sprechen, hätte ich am allerwenigsten erwartet", erklärte Becker. "Hätte ich es mir aussuchen können, hätte ich meinen ersten Wimbledonsieg erst mit 20 Jahren geholt. Dann hätte ich drei Jahre mehr als Ausbildung gehabt." Seine "Schatzruhe an Erinnerungen und Erlebnissen" komme ihm heute in vielen Situationen zugute.

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