Weltcup in Annecy

Biathlon: Sieg für deutsche Frauenstaffel

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Laura Dahlmeier machte als schlussläuferin den deutschen Sieg perfekt.

Le Grand-Bornand - Mit dem ersten Staffelsieg seit der Olympia-Generalprobe in Sotschi haben die deutschen Biathletinnen weiter Selbstvertrauen getankt. Sie gewannen in Annecy klar vor der Ukraine.

Gemeinsam sind sie stark: Mit dem ersten Staffelsieg im Olympia-Winter haben die als Einzelkämpferinnen noch nicht überzeugenden deutschen Biathletinnen weiter viel für ihr Selbstbewusstsein getan. Fünf Tage nach Platz zwei beim Weltcup in Hochfilzen nährten Franziska Preuß, Andrea Henkel, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier in Annecy-Le Grand Bornand mit einer bärenstarken Leistung die Hoffnungen auf ein Happy-End bei den Winterspielen im Februar in Sotschi.

„Das war eine tolle Staffel von unseren Mädels. Alle vier haben eine tolle Leistung gezeigt. Die Stimmung und Moral im Team ist prima“, lobte Damen-Bundestrainer Gerald Hönig im ZDF und befand: „Wir haben erstmals gezeigt, dass wir eine starke Schießmannschaft sind.“ 70 Tage vor dem Olympia-Rennen gewann sein Quartett auch dank der tollen Treffer-Quote beim Frankreich-Weltcup über die 4x6-Kilometer in 1:06:27,8 Stunden vor Hochfilzen-Sieger Ukraine (23,3 Sekunden zurück) und Norwegen (23,8).

Einen Tag vor dem Rennen der Männerstaffel am Freitag (14.30 Uhr/ZDF und Eurosport) benötigten die deutschen Frauen lediglich drei Nachlader und waren zudem auch in der Loipe schnell unterwegs. Zuletzt hatte eine deutsche Damen-Staffel bei der Olympia-Generalprobe in Sotschi im März ein Weltcup-Rennen gewonnen.

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Wie schon zuletzt in Hochfilzen zeigte Junioren-Weltmeisterin Franziska Preuß als Startläuferin ein solides Rennen. Zwei Ersatzpatronen benötigte die 19-Jährige vom Skiclub Haag. Mit einem Rückstand von 8,4 Sekunden auf die zu diesem Zeitpunkt an der Spitze laufenden Schweizerinnen übergab sie als Zweite an Andrea Henkel. Die attackierte zwei Tage nach ihrem 36. Geburtstag. Mit traumwandlerischer Sicherheit räumte die Thüringerin die ersten fünf Scheiben im Liegen und später die nächsten fünf im Stehendanschlag ab und war endlich einmal mit ihrer Schießleistung zufrieden.

Mit einem Vorsprung von 10,5 Sekunden übergab Henkel an Franziska Hildebrand, die in Österreich noch den Sieg am Schießstand mit drei Nachladern und einer Strafrunde verballert hatte. Diesmal überzeugte die 27-Jährige, benötigte nur eine Reservepatrone und stattete Laura Dahlmeier mit einem Vorsprung von 35,8 Sekunden aus. „So ein bisschen war die Staffel vom letzten Wochenende noch im Hinterkopf. Mit dem einen Nachlader stehend kann ich sehr gut leben“, sagte Hildebrand und lachte froh.

Laura Dahlmeier, die 20-Jährige aus Garmisch-Partenkirchen, zeigte auf der Schlussrunde ein Rennen ohne Fehl und Tadel. Nach der ersten fehlerfreien Schießeinlage lag die dreimalige Junioren-Weltmeisterin 43,2 Sekunden vor der Norwegerin Tora Berger. Einmal mehr zeigte der Youngster bei der finalen Schießeinlage keinerlei Nerven. Die deutschen Trainer klatschten sich begeistert ab. „Das Schönste an der Staffel ist, wenn man einen Vorsprung hat. Das war ein unheimlich cooles Gefühl“, meinte die Schlussläuferin. Begeistert wurde sie von ihren Mannschaftskolleginnen im Ziel empfangen.

dpa

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