Erster Arbeitstag für Roger Schmidt bei Bayer 04

+
Roger Schmidt ist ein waschechter Kiersper.

LEVERKUSEN - Mit dem neuen Trainer Roger Schmidt und vier Neuzugängen startet Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen am Montag in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit.

Dabei kann der Coach vier neue Bayer-Profis begrüßen: den brasilianischen Linksverteidiger Wendell, Abwehrspieler Tin Jedvaj (AS Rom), Torhüter Dario Kresic (FSV Mainz 05) und den ukrainischen Junioren-Nationalspieler Wladlen Jurtschenko (Schachtjor Donezk).

Lesen Sie zum Thema auch:

- Roger Schmidt wird neuer Leverkusen-Trainer

Der fünfte neue Spieler, Josip Drmic, wird wie die ebenfalls bei der WM in Brasilien zum Einsatz gekommenen Emir Spahic und Heung-Min Son erst nach dem Urlaub zum Team stoßen.

Schmidt hat für den ersten Arbeitstag zwei Trainingseinheiten angesetzt (10 und 16 Uhr). Das erste Testspiel für die Bayer-Elf steht am 6. Juli beim FC Carl Zeiss Jena an.

Roger Schmidt ist ein waschechter Kiersper, machte seine ersten sportlichen Gehversuche beim dortigen KSC und trug zwischen 1986 und 1990 in der Ober- und Landesliga das Trikot von Rot-Weiß Lüdenscheid und des TuS Plettenberg.

Dass ihn sein Weg ein knappes Vierteljahrhundert nach dem Abschied aus dem Sauerland als Trainer in die Bundesliga führen würde, damit hatte Schmidt vor nicht allzu langer Zeit selbst nicht gerechnet. „2007 wollte ich eigentlich mit dem Fußball aufhören“, verriet er einst im Gespräch mit unserer Zeitung.

Aber der Reihe nach: 1990 schrieb sich Roger Schmidt zum Maschinenbau-Studium an der Universität Paderborn ein und schlug privat wie fußballerisch in Ostwestfalen-Lippe Wurzeln. Sechs Jahre spielte der Mittelfeldakteur für den TuS Paderborn-Neuhaus (heute SC Paderborn), sieben für den SC Verl – stets in der höchsten Amateurklasse.

Parallel dazu trieb der Kiersper sein Studium voran, arbeitete danach als Ingenieur beim Paderborner Industrieunternehmen Benteler. 2004 stieg er ins Trainergeschäft ein und führte den Verbandsligisten Delbrücker SC in die Oberliga.

Und um ein Haar wäre es das dann auch gewesen mit Roger Schmidts Fußball-Karriere – wenn ihm 2007 nicht ein Angebot des aufstrebenden Oberligisten SC Preußen Münster auf den Tisch geflattert wäre. Der Familienvater entschied sich gegen den Job in der Industrie und für den als hauptamtlicher Fußballtrainer, der ihn in der Saison 2011/12 zum SC Paderborn führte.

Mit dem Außenseiter mischte er die 2. Bundesliga auf, rückte so in den Fokus vieler prominenter Profiklubs. Den Zuschlag erhielt im Sommer 2012 der FC Red Bull Salzburg, mit dem er nach Platz zwei in der ersten Saison vor knapp einem Monat vorzeitig österreichischer Meister wurde.

Das Markenzeichen der von Roger Schmidt trainierten Mannschaften ist Angriffsfußball. „Schließlich war ich selbst Offensivspieler“, sagt er. Für seinen neuen Arbeitgeber war das ein wesentliches Argument für Schmidts Verpflichtung: „Seine Art, Fußball spielen zu lassen, passt ideal zu Bayer 04“, sagt Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler. - dpa/tbu

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare