Stachowski triumphiert

Sensation in Wimbledon: Auch Federer raus

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Roger Federer musste überraschend früh nahc Hause.

London - Wimbledon spielt verrückt! Zwei Tage nach Rafael Nadal scheiterte auch der siebenmalige Champion und Titelverteidiger Roger Federer sensationell früh bei seinem Lieblingsturnier.

Gegen den Weltranglisten-116. Sergej Stachowski aus der Ukraine verlor der entthronte Rasenkönig am Mittwoch in der zweiten Runde 7:6 (7:5), 6:7 (5:7), 5:7, 6:7 (5:7). „Es ist enttäuschend und frustrierend, dass ich heute keine Mittel gefunden habe. Das tut sehr weh, hier zu verlieren“, sagte Federer und musste erstaunlicherweise anerkennen: „Er war in den entscheidenden Punkten besser.“

So früh war der 31 Jahre alte Tennisprofi aus der Schweiz bei einem Grand-Slam-Turnier letztmals vor zehn Jahren bei den French Open ausgeschieden. Doch an einem der turbulentesten Tage in der Wimbledon-Historie erwischte es nun auch ihn.

„Ich kann es noch gar nicht glauben, ich habe mein bestes Tennis gespielt. Ich bin unglaublich glücklich“, sagte Stachowski. Sofort nach dem abendlichen Erdbeben spuckten die Computer unbarmherzig weitere Statistiken aus: Federers frühestes Wimbledon-Aus seit 2002, Federers erste Niederlage gegen einen Spieler außerhalb der Top 100 seit 2005 in Monte Carlo gegen Richard Gasquet, die früheste Pleite für einen amtierenden Wimbledon-Sieger seit 2002-Champion Lleyton Hewitt ein Jahr später gegen Ivo Karlovic in Runde eins verlor.

Doch viel mehr als die nackten Zahlen schockte die Zuschauer an der Church Road, dass ihr Liebling Federer nun schon tatsächlich wieder abreisen muss. Dabei wollte sich der ehemalige Rasen-Herrscher mit seinem achten Titel zum alleinigen Wimbledon-König krönen. Stattdessen musste er wie schon Maria Scharapowa kurz zuvor eine seiner bittersten Pleiten verkraften. Nach genau drei Stunden machte Stachowski den größten Erfolg seiner Karriere perfekt.

„Es ist einfach nur magisch“, sagte er nach seinem Abgang vom berühmtesten Centre Court der Welt. Federers Ehefrau Mirka verfolgte das Geschehen mit versteinerten Gesichtszügen. Als sich Federer später der Presse stellte, wollte er von einer möglicherweise verpassten letzten Chance nichts wissen. „Ich werde weiter arbeiten und hoffentlich stärker zurückkommen. Ich habe noch Pläne, in den kommenden Jahren wiederzukommen“, sagte der Zwillingsvater.

dpa

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