Fußballkreis Essen

Tätlichkeit: Kreisliga-Kicker lebenslang gesperrt

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Symbolbild

ESSEN - Ein Amateurfußballer aus Essen ist nach einer Tätlichkeit lebenslang für Spiele im Bereich des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) gesperrt worden. Das hat die Spruchkammer des Fußballkreises Essen Nord/West in einer Verhandlung entschieden.

Der 21 Jahre alte Spieler von DJK Juspo Altenessen II hatte im Kreisliga-C-Match am 14. September gegen Sportfreunde Altenessen III laut Angaben des Schiedsrichters einen Gegenspieler brutal attackiert. "Für uns haben zwei Tätlichkeiten vorgelegen. Ein Kopfstoß und darauffolgend ein Tritt gegen den Kopf", sagte der Spruchkammer-Vorsitzende Karl Schiller der "Funke Mediengruppe".

Der Täter zeigte demnach wenig Einsicht. "Fußball ist Kontaktsport und kein Ballett", sagte er in einer Stellungnahme bei der Verhandlung. Lebenslange Strafen gegen Amateurfußballer werden selten ausgesprochen, das Strafmaß ist bei entsprechendem Vergehen aber nicht unüblich. Im Februar 2013 war ein Amateurfußballer in Krefeld von der zuständigen Spruchkammer ebenfalls lebenslang gesperrt worden. Ihm wurde vorgeworfen, einem Schiedsrichter bei einem Hallenturnier in den Rücken gesprungen zu sein.

Passend zu dieser Nachricht dauerte am Sonntag die Kreisliga B-Begegnung zwischen dem BV Altenessen und Fatihspor Essen nur 27 Minuten. Dann flüchtete Schiedsrichter Hans Schottner vor einer Massenschlägerei zwischen Spielern und Zuschauern beider Mannschaften, wie das Onlineportal "DerWesten" berichtet.

„Was genau los war, würden wir auch gerne wissen. Vor lauter Angst ist der Schiedsrichter jedoch geflüchtet und hat nur den Abbruch im Spielbericht vermerkt“, erläutert der Konfliktberater im Fußballkreis Essen, Frank Westerbeck der Zeitung zufolge. Der Fall liege der Kreisspruchkammer bereits vor. Nun suche man Zeugen, die von der Keileierei auf der Spielstätte am Altenessener Kaiserpark berichten können.

Auf der Internetseite des Reviersport kommen BV-Teammanager Walid Siala und Fathispor-Trainer Sefer Temel ausführlich zu Wort. Wie zu erwarten, geben sie sich gegenseitig die Schuld für die Eskalation. Zu der habe auch die einstündige Verzögerung beigetragen, mit der das Spiel angepfiffen worden sei. Konfliktberater Frank Westerbeck kommentiert: „Leider ist so etwas mittlerweile ein ganz normales Wochenende.“ - lnw/eB

Quelle: wa.de

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