Bilder der Krawallmacher veröffentlicht

FC Köln stellt Platzstürmer an den Pranger

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Dutzende Vermummte stürmten nach der Niederlage gegen Mönchengladbach den Platz.

[UPDATE, 11.50 Uhr] KÖLN - Nach dem Platzsturm beim Fußball-Bundesligaspiel am Samstag in Mönchengladbach hat der 1. FC Köln eine erste Fan-Gruppe aus seiner AG Fankultur ausgeschlossen. Der Verein trenne sich von dem Fan-Club Boyz.

Ermittelte Täter würden sanktioniert und in Regress genommen, teilte der FC am Montag mit. Der Club will außerdem prüfen, ob gegen alle dem FC bekannten Mitglieder der etwa 40 Personen umfassenden Gruppierung noch vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 am Samstag ein lokales, unbefristetes Stadionverbot ausgesprochen wird.

Erwogen wird auch, den Boyz die Dauerkarten für Heim- und Auswärtsspiele zu kündigen und alle FC-Mitglieder, die den Boyz angehören, aus dem 1. Fußball-Club Köln 01/07 e.V. auszuschließen. Mit Abpfiff des Rhein-Derbys bei Borussia Mönchengladbach (0:1) hatten FC-Fans den Rasen im Borussia-Park gestürmt und zuvor bereits verbotene Pyrotechnik gezündet. Wegen dieser Vorfälle hat der DFB-Kontrollausschuss Ermittlungen aufgenommen. Dem FC droht eine empfindliche Strafe bis hin zu einem sogenannten Geisterspiel.

„Der FC wertet derzeit Fotos aus Mönchengladbach aus, um die Verantwortlichen für die Vorfälle ermitteln zu können - und dokumentiert ganz bewusst die Bilder“, schrieb der Verein auf seiner Homepage und zeigte dort Fotos vom Platzsturm, damit die Täter identifiziert werden.

„Der 1. FC Köln wird Personen, die gegen Stadionordnungen, die Regeln des Fairplay oder gar Gesetze vorsätzlich massiv verstoßen, nicht verteidigen“, hieß es zur Begründung: „Und wir fordern alle Fans auf, den 1. FC Köln in dieser Haltung zu unterstützen. Wer wegsieht und solche Leute deckt, lebt eine falsche Solidarität und schadet dem Klub. Deshalb veröffentlichen wir diese Bilder.“

Manager Jörg Schmadtke erklärte im Express: „Es waren nicht nur eine Handvoll, es waren fast 100 Leute in Maleranzügen. Und wer diesen weißen Anzug anhat und anlässt, der ist für mich Mittäter. Punkt.“

DFB-Vizepräsident Rainer Koch sieht den Klub auch in der Pflicht. Das Verhalten der Fans sei „völlig inakzeptabel“, sagte er dem kicker: „Der FC ist am Zug, die Sache restlos aufzuklären.“ Der Klub kündigte bereits an, „die Ermittlungen zeitnah voranzutreiben und weitere Maßnahmen zu ergreifen“.

Rund 30 vermummte Chaoten waren nach dem Schlusspfiff auf den Platz gelangt und hatten sich Jagdszenen und Handgreiflichkeiten mit der Polizei und den Ordnungskräften geliefert. Zwei Randalierer wurden festgenommen, ein Polizist verletzt. Dem durch ähnliche Vorfälle vorbelasteten FC droht wohl ein Teilausschluss der Zuschauer einem Heimspiel. - SID

Quelle: wa.de

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