Weiter keine Bestätigung für Di-Matteo-Aus

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Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 steht vor den Trümmern einer Saison. Zwei Tage nach der 0:2-Niederlage in Hamburg trennt sich der Club laut Medienberichten von Trainer Di Matteo, doch die Bestätigung des Vereins steht noch aus.

20 Stunden nach Medienberichten über eine Trennung von Trainer Roberto Di Matteo gab es vom FC Schalke 04 weiter keine offizielle Bestätigung für die Personalie.

Nach einer desaströsen Rückrunde und den verpassten Saisonzielen soll der Schweizer nach siebeneinhalb Monaten schon wieder gehen. Laut "Bild"-Online wurde am Montag, 48 Stunden nach dem 0:2 beim Hamburger SV, nur noch über die Vertragsauflösung verhandelt.

Di Matteo könne wegen seines Vertrags bis 2017 bis zu 5,8 Millionen Euro fordern. Mit vielen Vorschusslorbeeren hatte der 44-Jährige, der den FC Chelsea 2012 zum Titel in der Champions League geführt hatte, erst am 7. Oktober 2014 Jens Keller abgelöst. Doch die Erwartungen erfüllte er nicht.

Die Champions League wurde verpasst und statt des anvisierten attraktiven Fußballs lieferte seine Mannschaft blutleere und uninspirierte Auftritte ab. Die Konsequenz: wütende Fan-Proteste. Mit einer lausigen Bilanz von zwei Siegen in den vergangenen zehn spielen fiel Schalke in der Endtabelle sogar noch hinter den FC Augsburg auf Rang sechs zurück und muss um die direkte Teilnahme an der Gruppenphase der Europa League bangen.

Wenn ausgerechnet Erzrivale Borussia Dortmund das Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg gewinnt, muss Schalke schon in der 3. Qualifikationsrunde einsteigen und dann auch noch die Playoffs überstehen. Dabei hatte Di Matteo im Liga-Endspurt viel versucht. Erst vor zwei Wochen wurden die Profis Kevin-Prince Boateng und Sydney Sam wegen ihrer "Nicht-Leistungen" vor die Tür gesetzt. Der Fußball-Lehrer wollte ein Zeichen setzen. Die Maßnahme verpuffte ebenso wie ein Kurz-Trainingslager vier Spieltage vor Schluss. Spielerisch und vor allem kämpferisch lieferte Di Matteos Team zuletzt nichts mehr.

Als Di Matteos Nachfolger werden der frühere Stuttgarter Meistertrainer Armin Veh, André Breitenreiter vom SC Paderborn oder Schalkes U19-Trainer Norbert Elgert gehandelt. Selbst eine Rückkehr von Mirko Slomka, Huub Stevens oder Marc Wilmots scheint auf Schalke nicht ausgeschlossen.

dpa

Quelle: wa.de

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