Entscheidung naht

Wegen Meyer: Schalke-Coach Tedesco buhlt,  Heidel drängt

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Wohin führt sein Weg? Schalkes Max Meyer.

Während Domenico Tedesco weiter um Max Meyer wirbt, fordert Sportvorstand Christian Heidel eine baldige Entscheidung vom 22-Jährigen.

Leverkusen - Domenico Tedesco weiß, was er an Max Meyer hat, weshalb der Schalker Cheftrainer in den vergangenen Wochen so ziemlich alle Register gezogen hat, um dem 22-Jährigen die Weiterbeschäftigung als Angestellter des FC Schalke 04 so schmackhaft wie möglich zu machen. Wer den Schalker Coach kennt, dem ist bewusst, wie sehr der 32-Jährige durch seine verbindliche und freundliche Art Menschen für sich einnehmen kann. Max Meyer weiß das auch. Und er weiß es zu schätzen. Seit Tedesco den 1,73 Meter großen Mittelfeldspieler zu einem formidablen Sechser umgeschult hat, führt in der Startelf kaum ein Weg an diesem vorbei. Zudem kann er sich wieder berechtigte Hoffnungen auf höhere Aufgaben machen. Vielleicht sogar auf eine Rückkehr in die A-Nationalmannschaft, für die er bisher vier Mal aufgelaufen ist.

Das klingt alles schön und gut und nach einer echten Win-Win-Situation. Wenn da nicht das Vertragsende im Sommer und für Meyer die Aussicht auf einen großen europäischen Klub und ziemlich viel (Hand-)Geld wäre.

Meyer selbst "möchte nicht darüber sprechen"

„Ich möchte nicht darüber sprechen“, wehrte Meyer am Sonntag nach dem 2:0-Erfolg bei Bayer Leverkusen höflich aber bestimmt Nachfragen nach seiner Zukunft ab. Doch daran, dass sehr bald darüber diskutiert werden wird, besteht kein Zweifel. Denn Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hat gleich zwei gewichtige Gründe, die Verhandlungen mit Meyer zu einem Abschluss zu bringen: Zum einen will Heidel Unruhe in der wichtigen Schlussphase der Saison vermeiden, zum anderen braucht er selbst Gewissheit, um die neue Spielzeit seriös planen zu können. So werde es nach Aussage von Heidel sicherlich „keine vier Wochen“ mehr dauern, bis feststeht, wohin Meyers Weg führt.

Der Einsatz gegen Leverkusen war auch "ein Vertrauensbeweis"

„Die Entscheidung kann ich ihm nicht abnehmen“, sagt Tedesco, der zuletzt immer wieder das Gespräch mit dem gebürtigen Oberhausener gesucht hat. Dabei hat der Schalke-Trainer den Eindruck gewonnen, dass Meyer sich „pudelwohl bei uns fühlt“. Wohl auch, weil er das uneingeschränkte Vertrauen seines Trainers spürt. Dass er nach seiner Gelbsperre in Leverkusen sofort wieder ins Team rückte, sei für Tedesco nach der guten Leistung von Stellvertreter Benjamin Stambouli keine Selbstverständlichkeit gewesen: „Das ist auch ein Vertrauensbeweis gegenüber Max Meyer“, sagte der Trainer. Dass er den Mittelfeldspieler in der 49. Minute wieder auswechselte, lag schlichtweg darin begründet, dass er beim schon verwarnten Meyer keinen Platzverweis riskieren wollte.

Dieses Mal drückt Heidel aufs Gaspedal

Die meisten der Schalker Fans glauben trotz der vielen Bemühungen und hoffnungsvollen Indizien dennoch nicht an einen Verbleib des Silbermedaillen-Gewinners von Rio de Janeiro 2016, davon zeugen die Kommentare in den vielen Online-Foren. Dazu passt auch die Ankündigung von Heidel, nun aufs Gaspedal treten zu wollen. Es war zwar kein Ultimatum des Sportvorstandes, doch eine ziemlich klare Ansage. Während Heidel im ähnlich gelagerten Fall von Leon Goretzka, der im Sommer zu den Bayern wechseln wird, in der Öffentlichkeit stets defensiv geblieben war („Leon hat alle Zeit der Welt“), ist er am Sonntag mit seinen Aussagen bei Meyer nach vorne geprescht. Und es machte eher den Eindruck, als sei wie schon bei Goretzka auch bei Meyer die Entscheidung gegen Schalke die wahrscheinlichere Option.

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Quelle: wa.de

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