Ab Sonntag wohl arbeitslos

Vertrag auf Schalke läuft aus: Meyers schwierige Suche nach einem neuen Klub

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Ab dem Wochenende voraussichtlich erst einmal arbeitslos: Max Meyer.

Am Sonntag beginnt das Training auf Schalke - ohne Max Meyer, der weiterhin einen neuen Arbeitgeber sucht.

Gelsenkirchen - In diesen Tagen startet bei vielen Profi-Klubs in Europa die Vorbereitung auf die neue Saison. Auch der FC Schalke 04 beginnt am Sonntagvormittag (10.30 Uhr) wieder mit dem Training. Es ist der 1. Juli, der Tag, an dem die meisten der Profi-Zeitverträge enden. Diejenigen Spieler, deren Kontrakt an diesem Wochenende ausläuft und die noch keinen neuen Klub gefunden haben, müssen zwar in aller Regel nicht sofort zur Agentur für Arbeit laufen. Doch sie könnten so langsam etwas nervös werden. Wie Max Meyer.

Der 22-Jährige hat immer noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden, nachdem er im Januar ein auf 5,5 Millionen Euro Jahresgehalt verbessertes Angebot von Schalkes Sportvorstand Christian Heidel einigermaßen pikiert abgelehnt hatte. Roger Wittmann, Meyers Berater, waren sowohl die Offerte als auch das Buhlen der Schalker um den Mittelfeldspieler zu schwächlich gewesen, was in der Aussage gipfelte: „Zwei Mails reichen nicht, um einen Schalker Jungen vom Verbleib zu überzeugen.“

Heidel hat Meyers Posten neu besetzt

Die Wertschätzung, die Wittmann seinem eigenen Klienten gegenüber aufbringt, hat er offenbar einigermaßen exklusiv. Nicht nur Christian Heidel winkte danach ab und zog seine Konsequenzen. Mittlerweile hat der Schalker Sportchef mit Omar Mascarell (Real Madrid) und Suat Serdar (Mainz 05) zwei neue Mittelfeldspieler geholt. Aber auch andere Klubs wie Atletico Madrid, RB Leipzig oder 1899 Hoffenheim haben ihr anfängliches Interesse verloren. Wenig förderlich für seine Karriereplanung dürfte auch Meyers unabgestimmtes Interview gewesen sein, in dem er Mobbingvorwürfe gegen Heidel und Schalkes Cheftrainer Domenico Tedesco erhoben hatte – die beide vehement zurückwiesen. „Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich von seinen persönlichen Angriffen enttäuscht bin – und dass ich sie nicht nachvollziehen kann. Weil sie einfach nicht stimmen“, hatte Tedesco erwidert.

Olympique Marseille soll Interesse am 22-Jährigen haben

Eine heiße Spur führt aktuell zu Olympique Marseille. dem Europa-League-Finalisten von 2018. Die Südfranzosen erwägen offenbar ernsthaft ein Engagement des 1,73 Meter großen Meyers. Wittmann hat gute Kontakte in die Provence: Bei l’OM hat er bereits Luiz Gustavo untergebracht, weshalb der deutsche Spielerberater über gute Kontakte zu Marseilles Sportchef Andoni Zubizarreta besitzt. Die Regionalzeitung „La Provence“, die stets sehr gut über Olympique Marseille informiert ist, hat auf Nachfrage bestätigt bekommen, dass der Klub ein ernsthaftes Interesse an der Verpflichtung des gebürtigen Oberhauseners hat.

Berater Wittmann scheint sich verzockt zu haben

Wie dem auch sei: Unter dem Strich dürften sich Wittmann und Meyer verzockt haben. Dass sie bei einem anderen Klub ein ähnlich attraktives Angebot erhalten wie das vom FC Schalke 04, scheint mittlerweile so gut wie ausgeschlossen. Während die Schalker am Sonntag also mit dem Training beginnen, dürfte sich die Sommerpause 2018 für Max Meyer noch ein wenig verlängern.

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Quelle: wa.de

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