Eiskalter Sieg: Schalke schlägt Gladbach

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Schalkes Tranquillo Barnetta freut sich mit Matija Nastasic über den Führungstreffer.

GELSENKIRCHEN -  Das war ein eiskalter Sieg: Bei Minusgraden machten die Schalker ihren Traumstart in die Rückrunde der Bundesliga perfekt: Nach dem Erfolg gegen Hannover 96 und dem Remis bei Bayern München glückte der Mannschaft von Roberto Di Matteo ein hochverdientes 1:0 (1:0) über Borussia Mönchengladbach – ein Riesenschritt in Richtung erneuter Qualifikation zur Champions League.

Von Jens Greinke

Damit überholten die Schalker die Fohlen und kletterten vorerst auf Rang drei der Tabelle. „Wir haben mit unserer kompakten Spielweise wenig zugelassen und deshalb verdient gewonnen“, meinte Schalkes Torschütze Tranquillo Barnetta. „Wenn wir den einen oder anderen Konter besser gefahren hätten, wäre die Partie vielleicht früher entschieden gewesen.“

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Schalke gewinnt gegen Gladbach

Roberto Di Matteo hatte im Vergleich zum 1:1 beim FC Bayern München gleich vier Änderungen in der Stammformation vorgenommen. Zwei davon hatten sich aufgrund von Verletzungen nicht vermeiden lassen: Einerseits hütete der 19-jährige Timon Wellenreuther, der Fabian Giefer bereits in München in der Halbzeit ersetzt hatte, erneut das Schalker Tor.

Andererseits musste Sidney Sam passen, der wegen muskulärer Probleme nicht einsatzfähig war. Ein erneuter Rückschlag für den Ex-Leverkusener, den Di Matteo nach der Bayern-Partie noch explizit gelobt hatte. Entsprechend enttäuscht musste Sam das Gladbach-Spiel als Zaungast verfolgen. Die Begegnung begann mit gut zehnminütiger Verspätung, da eine Bombendrohung eingegangen war. Die erwies sich letztlich als Falschmeldung, doch waren die Sicherheitskontrollen an den Eingängen verstärkt worden. Di Matteo hatte vorhergesagt, dass das Spiel eine zähe Angelegenheit werden könnte. „Gladbach ist eine Mannschaft die wenig zulässt und auf die Fehler des Gegners wartet“, so der Schalker Coach.

Doch die Fehler lieferten in der ersten Hälfte vor allem die Gäste. Und diese sorgten dafür, dass das Konzept von Borussia-Coach Lucien Favre nach nur elf Minuten renovierungsbedürftig war. Kevin-Prince Boateng konnte auf der rechten Seite auch von zwei Gladbacher Gegenspielern nicht an einer passgenauen Flanke gehindert werden, die Barnetta schließlich eiskalt zur 1:0-Führung verwertete.

Nun musste die Borussia, die sich gerne als reine Kontermannschaft geriert, eine neue Idee finden – was ihr sichtlich schwer fiel. Die Schalker standen mit ihrem 3-5-2-System defensiv extrem sicher, selbst so trickreiche und feine Fußballer wie Thorgan Hazard oder Raffael fanden kaum Lücken.

In der 38. Minute hätte sich der starke Barnetta beinahe mit einem Assist schmücken können, als er eine Ecke auf Joel Matip schlug, dessen Kopfball das Gehäuse allerdings verfehlte. Und in der 43. Minute war es erneut Barnetta, der die Schalker Fans zu regelrechten Ovationen hinriss: als es dem Schweizer fast gelang, bei einem Konter gleich drei Gegenspieler zu narren. So gingen die Schalker völlig verdient mit einer 1:0-Führung in die Pause.

Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel. Die Gladbacher bemühten sich, das Spiel zu machen und in den Strafraum zu gelangen, doch die Schalker blieben meist eiskalt wie der Winterwind, der immer wieder durch die Dachöffnung in die Arena blies. Und lauerten ihrerseits auf Konter. Wie in der 69. Minute, als Eric Maxim Choupo-Moting in die Mitte spielte und Granit Xhaka in allerletzter Sekunde vor Boateng klären konnte. Die gefährlichste Situation für die Schalker verursachte schließlich Joel Matip, als ihm fast ein Eigentor per Kopf unterlief (71.).

Quelle: wa.de

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