Tönnies: Keller soll "Trainerhopping" auf Schalke beenden

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Clemens Tönnies will ein Ende des "Trainerhoppings".

RHEDA-WIEDENBRÜCK - Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies hat Jens Keller vor der neuen Saison das Vertrauen ausgesprochen und ein Ende des "Trainerhoppings" beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 gefordert.

"13 Trainer in zwölf Jahren sind zu viel. Dass wir streckenweise vier Trainer gleichzeitig bezahlt haben, ist ein Unding. Aber ich denke, die Zeiten des Trainerhoppings müssen vorbei sein. Mit Jens Keller wollen wir nach vorne schauen", sagte Tönnies (57) im SID-Interview.

Was alle Schalker eine, sei "eine gewisse Ungeduld", sagte Tönnies. "Da müssen wir alle dazulernen. Ein erfolgreicher Schalker Trainer muss ein guter Fußballlehrer sein, fleißig und diszipliniert. Und er muss eine hohe Sozialkompetenz besitzen. Wir bräuchten keine Trainer, die Schalke als Bühne benutzen wollen. Wir brauchen jemanden, der die Mannschaft weiterbringt. Jens leistet das alles, deshalb glauben wir an ihn", sagte Tönnies. Auch für den Fall einer Niederlage in der Champions-League-Qualifikation Ende August sprach der Fleischfabrikant aus Rheda-Wiedenbrück Keller das Vertrauen aus, ohne ihm allerdings eine Jobgarantie zu geben: "Wir setzen voll auf ihn und werden ihm immer den Rücken stärken."

Vor der Vertragsverlängerung mit Keller gegen Ende der letzten Saison hatte Schalke unter anderem auch mit Stefan Effenberg über ein mögliches Trainerengagement verhandelt. Ein konkretes Saisonziel wollte Tönnies nicht ausgeben, er erklärte aber: "Wir wollen attraktiven Fußball spielen, und wenn uns das gelingt, bin ich zuversichtlich, dass wir wieder um einen Champions-League-Platz mitspielen können." Eine realistische Chance auf die Meisterschaft sieht er nicht. "Ich glaube, die Meisterschaft ist in den nächsten Jahren durch Bayern München blockiert", sagte Tönnies. - sid

Quelle: wa.de

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